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Enttäuschung im BiathlonJürgen Klopp sieht bitteres deutsches Olympia-Rennen

Jürgen Klopp läutet die Glocke beim Biathlon bei Olympia.

Copyright: Screenshot ARD

Jürgen Klopp läutet die Glocke zur letzten Runde bei der Biathlon-Staffel der Männer bei Olympia.

Auch Jürgen Klopp als prominenter Edel-Fan hat den deutschen Biathleten nicht das nötige Glück für eine Olympia-Medaille in der Staffel gebracht.

Jürgen Klopp hat sich bei der Olympia-Staffel für Deutschlands Biathlon-Männer nicht als der erhoffte Glücksbringer erwiesen. Vor den Augen des früheren Erfolgstrainers von Borussia Dortmund und des FC Liverpool verpasste die DSV-Auswahl auf Platz vier eine Medaille.

Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn mussten sich wie zuletzt schon 2022 nach schwachen Schießleistungen mit dem vierten Platz begnügen und warten im Herrenteam weiterhin auf ihre erste Medaille in Antholz. Schon in den vorangegangenen drei Einzelrennen hatte es nicht für das Podest gereicht.

Deutscher Staffel fehlten 50,8 Sekunden für Olympia-Bronze

Staffel-Olympiasieger wurde der große Favorit Frankreich vor Norwegen, Bronze ging an Schweden. Dem deutschen Quartett, das im Vorjahr noch WM-Bronze gewonnen hatte, fehlten nach insgesamt zwölf Nachladern 50,8 Sekunden zur Bronzemedaille.

Nach 4 x 7,5 Kilometern betrug der Rückstand auf die starken Franzosen 1:48,3 Minuten. Die letzte Medaillenchance bei Olympia in Südtirol bietet sich Nawrath und Co. am Freitag im Massenstart.

Startläufer Strelow setzte sich nach einem schnellen Schießen direkt an die Spitze. An Position zwei mischte auch Zobel vorne mit, bis er im Stehendschießen drei Nachlader benötigte.

Ebenso erging es Nawrath, der auf Rang vier den Anschluss nach vorn verpasste. Weil auch Horn schon im Liegendschießen weitere drei Extrapatronen brauchte, ging am Ende nichts mehr in Richtung der Podestplätze.

Schon vor vier Jahren hatte es in Peking für Deutschland auf dem vierten Platz keine Medaille gegeben. 2018 reichte es in Südkorea noch zu Bronze, 2014 gab es im russischen Sotschi nach der Disqualifikation Russlands das bislang letzte Gold für die DSV-Skijäger.

Schlechter als Platz vier war das Team bei Olympia seit der Wiedervereinigung noch nie. (dpa)

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