Während Haie-Star Gregor MacLeod die DEL-Pause genießt, ist sein Vater Jeff als Bundestrainer bei Olympia gefordert.
Medaille mit Deutschland?Papa von Haie-Star als Trainer bei Olympia

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Jeff MacLeod ist seit 2023 Bundestrainer der deutschen Eishockey-Frauen.
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Gregor MacLeod (27) genießt nach den Strapazen auf dem Eis den Familienurlaub auf Teneriffa. Mit Ehefrau Taylor, Baby Scottie und KEC-Teamkollege Juhani Tyrväinen und dessen Familie nutzte der Stürmer der Kölner Haie die Olympia-Pause in der DEL für einen Abstecher in die Sonne. Seine Follower ließ er bei Instagram daran teilhaben.
Mit 16 Toren und 31 Assists ist der Kanadier einer der Topscorer im Kölner Team, hat großen Anteil an der historischen Rekordserie der Haie (16 Siege in Folge), die erst im letzten Spiel vor der Pause riss. Platz im starbesetzten kanadischen Olympia-Team war für ihn aber nicht.
Jeff MacLeod glaubt an deutsche Medaillen-Chance
Anders als bei Gregor MacLeod kann bei seinem Vater Jeff (54) von Erholung und Entspannung aktuell keine Rede sein. Der Kanadier ist bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo voll gefordert. Denn Jeff MacLeod trainiert seit 2023 die deutschen Eishockey-Frauen.
Das Spiel mit der Hartgummi-Scheibe ist bei den MacLeods Familiensache. „Eishockey ist ein wichtiger Teil meines Lebens und des Lebens meiner Familie. Mein Vater Jeff spielte in Kassel, und als ich aufwuchs, wollte ich nichts anderes mehr machen“, sagte Gregor MacLeod einmal im Interview mit EXPRESS.de. „Meine Schwester Lea spielt Eishockey in Bern und meine Mutter hat uns unser ganzes Leben lang unterstützt. Mit meiner Frau bin ich seit dem Beginn meiner Profikarriere zusammen und auch sie war selbst eine gute Hockeyspielerin.“
Sein Vater hat für Olympia große Ziele. „Für jeden, der teilnimmt, ist es der Traum, eine Medaille zu gewinnen. Wenn wir als Team gut performen, ist das möglich“, sagte der ehemalige DEL-Profi Jeff MacLeod vor dem Turnierbeginn dem RND.
Die deutschen Eishockey-Frauen sind zum ersten Mal seit 2014 wieder bei den Winterspielen dabei. Erstmals seit 2006, damals ebenfalls in Italien, ist der DEB wieder mit einem Männer- und einem Frauenteam bei Olympia vertreten. „Das ist ein bedeutender Moment für den deutschen Eishockeysport“, sagte DEB-Sportdirektor Christian Künast nach der geglückten Qualifikation. „Wir wollen auf dieser großen Bühne das Frauen-Eishockey bestmöglich präsentieren.“
Während die deutschen Männer erst an Weiberfastnacht (12. Februar) ins Olympia-Turnier einsteigen, geht es für die deutschen Frauen schon vor der Eröffnungsfeier los. Am Donnerstag (5. Februar, 12.10 Uhr/ZDF) heißt der Gegner Schweden. Danach geht es in der Vorrunde gegen Japan (7. Februar), Frankreich (9. Februar) und Gastgeber Italien (10. Februar).
Im Kampf gegen die Dauer-Dominatoren USA (10 WM-Titel) und Kanada (13 WM-Titel) schlummere vor allem im deutschen Nachwuchs vielversprechendes Potenzial, so Bundestrainer MacLeod. Mit Mathilda Heine ist eine Hoffnungsträgerin der Zukunft schon jetzt in Mailand dabei – und mit gerade einmal 16 Jahren die jüngste Athletin im deutschen Olympia-Aufgebot überhaupt.
„Sie verfügt über einen hohen Eishockey-IQ und ein gutes Skillset“, attestierte MacLeod der Stürmerin. „In den vergangenen zwölf Monaten hat sie viel Zeit investiert, um körperlich stärker, fitter und athletischer zu werden.“ Zudem sei Heine auf verschiedenen Positionen einsetzbar.
Als ursächlich für die Entwicklung im deutschen Frauen-Eishockey sieht der Kanadier die neue Gier nach Erfolgen: „Wir sind glücklich darüber, dass wir konstanter werden und eine gewisse Gewinnermentalität aufgebaut haben, zum Beispiel beim Deutschland Cup oder in der Olympia-Qualifikation.“ (mit sid)



