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Was Papa zu gefährlich warMick Schumacher startet erstmals beim legendären Indy-500-Rennen

Indianapolis Motor Speedway in den USA

Copyright: Manas S Yadav/Asp/ASP via ZUMA Press Wire/dpa

Mick Schumacher gibt sein Debüt bei den Indy500.

Indy-500-Debüt: Mick Schumacher zwischen Kuh-Euter & Gefahr

Selbst für den Spross eines Formel-1-Rekordweltmeisters gibt es bei den kuriosen Ritualen für Neulinge beim Motorsport-Klassiker in Indianapolis kein Entkommen. So fand sich Mick Schumacher (27) vor seiner Premiere bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis plötzlich an einem Kuheuter wieder. Er nimmt es aber mit Humor: „Ich genieße es, all die Traditionen zu erleben, das ist ein Privileg. Ich habe gemerkt, wie schön Traditionen sein können“, erklärt der Rennfahrer. Damit schreibt er Geschichte: Seit 103 Jahren war kein deutscher Pilot mehr auf dem berühmten Oval am Start.

In seiner Debüt-Saison in der Rennserie IndyCar ist für Schumacher noch vieles ungewohnt. Das gilt auch für den wochenlangen Zirkus rund um das Mega-Event am Sonntag in Indianapolis (18.45 Uhr/Sky). „Beeindruckend, sehr amerikanisch, sehr viel Show“, lautet sein kurzes, aber treffendes Fazit.

Hartes Lehrjahr für Schumacher in der IndyCar-Serie

Und der Sohn von Michael Schumacher weiß, wovon er spricht. Den Glamour von Monaco kennt er aus seiner Formel-1-Zeit, und bei den berühmten 24 Stunden von Le Mans war er 2024 und 2025 dabei. Jetzt folgt mit dem Indy 500 der dritten große Motorsport-Mythos. „Sehr große Vorfreude“ spüre er, bekräftigt Schumacher.

Auf der Strecke läuft es für ihn in der neuen Umgebung allerdings noch nicht rund. Pannen und technische Probleme haben seine ersten IndyCar-Einsätze überschattet. Man merkt: Er muss sich im Team von Ex-Indy-500-Champion Bobby Rahal erst noch zurechtfinden. Ein 17. Rang ist bisher das höchste der Gefühle für den Piloten mit Startnummer 47. Das bedeutet aktuell nur Platz 25 im Gesamtklassement.

„Es ist eine sehr harte und anstrengende Rennserie. Für mich geht es in diesem Jahr ums Lernen“, gibt Schumacher zu. Das Qualifying in Indianapolis war ebenfalls ein Dämpfer für ihn. Obwohl er als schnellster Neuling überzeugte, reichte es nur für Startplatz 28 in der zehnten Reihe. „Das ist nicht, was wir wollten. Aber wir haben verstanden, was wir tun müssen, um schneller zu sein“, bleibt Schumacher kämpferisch.

Indianapolis 500

Copyright: Michael Conroy/AP/dpa

Das Rennen auf dem Oval-Kurs in Indianapolis ist eine harte Prüfung. (Archivbild)

Teamkollegen machen Mut – doch die Gefahr fährt mit

Rückendeckung bekommt der Deutsche von seinen Teamkollegen. „Sein Feedback ist sehr präzise, er hilft uns damit sehr“, lobt Graham Rahal, der Sohn des Teamgründers. „Sein Tempo ist wirklich beeindruckend“, findet der Japaner Takuma Sato. Der weiß, wie es geht: Er war früher selbst in der Formel 1 und hat das Indy 500 schon zweimal gewonnen.

Die 500 Meilen im Oval sind ein brutaler Test für jeden Piloten. Die Distanz ist beinahe dreimal so lang wie bei einem Formel-1-Grand-Prix, und über drei Stunden lang rasen die Fahrer mit 370 Stundenkilometern. „Das ist ein anstrengendes Rennen auch für den Kopf“, weiß Schumacher.

Sein berühmter Vater Michael lehnte Starts in der IndyCar-Serie stets ab. Das Risiko war ihm zu hoch. „Man muss natürlich Respekt haben, aber die Strecken sind viel sicherer geworden als in der Vergangenheit“, entgegnet Mick Schumacher. Wie gefährlich es trotzdem bleibt, zeigte ein Crash im Training mit drei Boliden. Alexander Rossi musste danach wegen seiner Blessuren im Hospital operiert werden.

Unfall bei den Indy 500

Copyright: Kirk DeBrunner/AP/dpa

Das Unfall-Risiko ist bei den Indy 500 hoch. (Archivbild)

„Am sichersten ist man auf der Couch zu Hause, aber da macht es nicht so viel Spaß. Ich freue mich auf das Rennen und hoffe, dass wir alle heil durchkommen“, sagt Schumacher. Eine Hommage an seinen Vater trägt er auch beim Indy 500 bei sich: seine Helmfarbe. „Rot ist für mich eine wunderschöne Farbe. Mein Vater hatte sie über sehr lange Zeit. Ich wollte einfach etwas Besonderes machen und hatte das Gefühl, dass das die richtige Wahl ist“, erklärt Schumacher seine emotionale Entscheidung. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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