Am Wochenende zwischen dem 14. und 17. Mai findet das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring statt. Timo Glock geht in einem Boliden mit speziellem Schumi-Design an den Start.
24-Stunden-Rennen am NürburgringGlock gibt im Schumi-Look Gummi

In der Formel-1-Zwangspause durch den Iran-Krieg sorgen zwei andere Rennserien für Wirbel. Die Teilnehmer des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring (14.–17. Mai) müssen den Unfalltod des Finnen Juha Miettinen (66) im Quali-Rennen verarbeiten.
Und die DTM-Saison beginnt am Wochenende in Spielberg mit neuen Favoriten und coolen Lackierungen wie dem Mercedes als Adidas-Schuhkarton. In beiden Formaten startet Timo Glock (44), und der frühere Formel-1-Pilot darf sogar im Schumi-Look Gummi geben.
„Mit der Aktion einen der größten Rennfahrer aller Zeiten ehren“
Vorhang auf für ein Farbenspiel, das den Fans von Michael Schumacher (57) Tränen in die Augen treiben wird und an erfolgreiche Zeiten erinnert. Glocks McLaren 720S GT3 des Frankfurter Teams Dörr Motorsport für das 24-Stunden-Rennen ist in Blau-Gelb gehalten wie Schumis 1995er Benetton-Renault, mit dem der Kerpener seinen zweiten WM-Titel einfuhr. Sogar mit der gelben Bitburger-Werbung allerdings zeitgemäß in der 0,0-Variante.
„Michael hat den Motorsport in Deutschland in einer Weise nach vorne gebracht, wie es nur noch mit Franz Beckenbauer im Fußball oder Boris Becker im Tennis vergleichbar ist“, sagt Glock, der auch seine Karriere dem Schumi-Boom verdankt.
Der einstige Toyota-„Kampfdackel“ erklärt die Idee hinter dem Schumi-Look: „Wir sind happy, dass uns auch die Familie Schumacher bei unserem Vorhaben unterstützt, indem wir das Logo der Keep Fighting Foundation auf dem Auto und den Overalls tragen. Die sind ebenfalls im Retro-Design und der Farbgebung des Rennwagens gehalten, zwei werden wir nach den Rennen versteigern – der Erlös kommt der Keep Fighting Foundation zugute.“
Auch Bitburger ist happy über das Motorsport-Comeback, das allerdings erstmal auf das 24-Stunden-Rennen beschränkt ist. Markenchef Hagen Schlüter: „Das Ganze ist eine im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Sache – wir freuen uns sehr, mit der Aktion einen der größten Rennfahrer aller Zeiten zu ehren.“
Glock konnte nach dem tödlichen Crash, in den auch der Kölner Ex-Prinz Björn Griesemann verwickelt war, am Sonntag dann mit seinen Teamkollegen Ben Dörr, Timo Scheider und Volker Strycek auf die Strecke gehen. „Es war enorm wichtig, wertvolle Kilometer auf der Nordschleife sammeln zu können. Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, betont Dörrs GT3-Projektleiter Strycek.
Doch vor der Rückkehr in die Grüne Hölle ist Glock im ersten DTM-Rennen in Spielberg (13 Uhr, Pro7) gefordert. Auch auf dem Red-Bull-Ring sitzt er im McLaren 720S GT3 und will nach seiner harzigen Comeback-Saison (nur Gesamt-22.) „konstant bessere Ergebnisse als in der Saison 2025 erzielen“ und sich „im Spitzenfeld etablieren“.
Favoriten sind andere. Nach dem Abschied von Meister Ayhancan Güven (28, Porsche) und Dreifach-Champion René Rast (39, BMW) in die Langstrecken-WM sind drei anderen Ex-Meister die ersten Anwärter.
Auch David Schumacher muss tödlichen Unfall verarbeiten
BMW-Speerspitze Marco Wittmann (36, Fürth), Lamborghini-Italiener Mirko Bortolotti (36) und der Österreicher Thomas Preining (27) im Grello-Porsche, der sich vor vier Jahren so herrliche Duelle mit David Schumacher (24) geliefert und dadurch sogar Mama Cora auf den Plan gerufen hatte. Schumi IV fährt nach seinen zwei DTM-Jahren jetzt ADAC GT Masters und die Nürburgring-Langstreckenserie und war auch im Quali-Rennen dabei.
Über den tödlichen Unfall sagt David bei Sky: „Die Nordschleife hat mal wieder zugebissen. Wir hoffen, dass es der Familie gut geht. Am Ende des Tages ist uns allen bewusst, was wir machen und dass es eine Chance gibt, dass wir am Ende des Wochenendes nicht nach Hause fahren.“
Doch wie alle anderen Rennfahrer zählt für David: „Ich habe das, sobald ich im Auto gesessen bin, wieder ausgeblendet. Da denkt man dann auch nicht mehr darüber nach. Da geht man dann ans Limit, macht seinen Job.“ Das kennt er schon von Vater Ralf.

