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Großer Preis von Aserbaidschan Max Verstappen siegt in Baku – Doppel-Aus für Ferrari

Plötzlich fing das Auto an zu rauchen. Mit einem Motorschaden musste Charles Leclerc vorzeitig das Rennen beenden.

Ferrari-Pilot Charles Leclerc scheidet nach Motorschaden beim Großen Preis von Aserbaidschan aus (12. Juni 2022)

Am Sonntag gewann Red-Bull-Pilot Max Verstappen den Großen Preis von Aserbaidschan. Für Ferrari kam es beim Rennen in Baku zu einem Horror-Szenario.

Mamma mia, Ferrari! Wir sehen die Rückkehr der Schluderia. In Monaco klauten die Italiener Charles Leclerc (24) mit einer Taktikpanne den Sieg, in Baku nun mit einem Motorschaden. Doppel-Aus, auch weil zuvor Teamkollege Carlos Sainz (26) mit Hydraulikdefekt ausgefallen war.

„Das ist natürlich sehr enttäuschend, es schmerzt“, jammerte Leclerc – und forderte von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (52) Aufklärung: „Wir müssen uns das natürlich anschauen, damit das nicht wieder vorkommt. Wir haben das Auto eigentlich seit Saisonbeginn verbessert, aber jetzt auf einmal mehr Probleme.“

Formel 1: Max Verstappen siegt in Baku – Doppel-Aus für Ferrari

Und nicht nur Ferrari selbst, sondern auch die Kundenteams. Nach den beiden roten Autos fielen in der 24. Runde auch der Alfa Romeo von Zhou Guanyu (23) und in der 33. Runde der Haas von Kevin Magnussen (29) aus. Sainz schimpfte: „Wir müssen dringend die Zuverlässigkeit verbessern.“

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Das weiß auch Binotto. „Definitiv macht uns das Sorgen“, sagte der frühere Motoringenieur. Doch einen Grund für die vier Ausfälle kennt er noch nicht: „Wir müssen erstmal verstehen, was da passiert ist. Wir müssen Geduld haben und werden Lösungen finden.“

Lachender Dritter war einmal mehr Max Verstappen (24). Der „fliegende Holländer“ vermieste Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez (32) den zweiten Sieg in Serie und baute mit jetzt 150 Punkten seine WM-Führung auf den Mexikaner (129) und Leclerc (116) aus. Der freche Perez klaute ihm immerhin den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde. Es war der 25. Formel-1-Sieg von Verstappen, der damit mit Jim Clark (†32) und Niki Lauda (†70) gleichzog

„Das war super, wir hatten eine gute Pace und konnten die Führung immer weiter ausbauen“, sagte Verstappen: „Wir hatten auch etwas Glück mit den Ausfällen, aber es kann sich auch jederzeit wieder alles ändern.“ Perez haderte ein wenig mit dem Reifen-Abbau und einem nicht ganz geglückten Boxenstopp: „Das war nicht ganz optimal, aber es ist ein gutes Ergebnis für das Team.“

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Neben dem Bullen-Duo hüpfte wie in Melbourne und Barcelona erneut George Russell (24) mit aufs Podium. Der Mercedes-Jungstar festigte WM-Rang vier und seine überraschende Führungsrolle bei den Silberpfeilen. Rekordweltmeister Lewis Hamilton (37) klagte als Vierter wie in der Quali wieder über das Hüpfen und harte Aufsetzen. „Lewis hat Rücken – wie Horst Schlämmer“, witzelte Sky-Experte Ralf Schumacher (46).

Sebastian Vettel (34) wurde hinter Pierre Gasly (26) im Alpha Tauri Sechster, machte sich allerdings mit einem Verbremser beim Überholmanöver gegen Esteban Ocon (25) selbst ein besseres Resultat kaputt. „Ich war etwas zu spät dran beim Bremsen. Ohne den Dreher wäre ich auf Rang fünf gekommen“, haderte Vettel. „Aber die Zufriedenheit überwiegt.“

Mick Schumacher (23) startete nach der falschen Haas-Reifentaktik im Qualifying vom letzten Startplatz nicht die angekündigte Aufholjagd à la Papa. Der Haas-Pilot schaffte es lediglich, Nicholas Latifi (26) zu überholen. „Von der Pace waren wir nicht da, wo wir sein wollten“, haderte Mick. „Das ganze Wochenende war schon schwierig, mit den Vorkommnissen im Training und Qualifying. Kanada ist ein Neustart.“

Dank der Ausfälle landete er auf dem 14. Platz. Man darf gespannt sein, ob der Zoff mit Teamchef Günther Steiner (57) im folgenden Rennen weitergeht. Dann fährt die Formel 1 ihr neuntes Rennen der laufenden Saison in Kanada (19. Juni).

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