Formel 1 Beide Ferraris ausgeschieden – Mick Schumachers Teamchef Steiner mit Wut-Interview bei Sky

Carlos Sainz hält auf einer Pressekonferenz das Mikrofon in der Hand und spricht mit den Journalisten, daneben sein Teamkollege Charles Leclerc.

Die beiden Ferrari-Piloten Carlos Sainz (l.) und Charles Leclerc (r.) auf einer Pressekonferenz vor dem Rennen in Monaco am 28. Mai 2022.

Am Sonntag findet in der Formel 1 der Große Preis von Aserbaidschan statt. Auf dem engen Stadtkurs in Baku duellieren sich die Fahrer um weitere Punkte in der Fahrerwertung.

Die Formel 1 startete am Sonntag (12. Juni 2022) ins achte Rennen der laufenden Saison. Beim Großen Preis von Aserbaidschan mussten die Fahrer auf dem engen Stadtkurs in Baku ihrer Fahrkünste unter Beweis stellen.

Schon am Samstag (11. Juni) konnte sich der Monegasse Charles Leclerc (24) im Qualifying einen Vorteil verschaffen und sicherte sich die Pole. Sein Kontrahent Max Verstappen (24) startete beim Rennen nur von Rang drei hinter Teamkollege Sergio Perez (32).

Formel 1: Carlos Sainz scheidet nach Bremsdefekt aus

Für die beiden Ferrari hätte es zu Anfang jedoch nicht schlechter laufen können. Bereits in Kurve eins konnte Perez sich vor Leclerc schieben, der einen Bremsfehler hatte und so den Red-Bull-Fahrer passieren lassen musste. Damit führte der Mexikaner das Rennen an.

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Für Leclercs Teamkollegen lief es dagegen noch schlechter. In Runde neun machte sich bei Carlos Sainz ein Bremsdefekt am Auto breit. Der Spanier musste in eine Auslaufzone ausweichen, da er die Kurve nicht mehr bekam. Das Rennen war somit für den vom Pech verfolgten 27-Jährigen vorbei.

Im Anschluss kam es für Ferrari so richtig dick. Nach einer guten Strategie konnte sich Leclerc vorerst den ersten Platz wieder zurück erkämpfen. Dann plötzlich der Schock: Auf der Start- und Zielgeraden fing sein Auto an zu rauchen. Ein Motorschaden ließ den Monegassen nicht mehr weiter fahren.

Leclerc konnte sich noch in die Box retten. Ein herber Rückschlag im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft. Im Interview war der 24-Jährige sprachlos: „Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Wir müssen uns die Ursache genauer angucken. Persönlich schmerzt es natürlich sehr.“

Max Verstappen siegt in Aserbaidschan vor Sergio Perez

Weltmeister Max Verstappen (Niederlande) hat den Großen Preis von Aserbaidschan gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung weiter ausgebaut. Auf Platz zwei komplettierte sein mexikanischer Teamkollege Sergio Perez den Red-Bull-Doppelsieg.

In der WM-Wertung führt Verstappen mit 150 Punkten vor Perez mit 129. Leclerc hat mit 116 Punkten auf Platz drei schon einen deutlichen Rückstand auf den Spitzenreiter.

Haas-Teamchef Steiner sauer über Schumacher-Diskussion

Unterdessen ließ Hass-Teamchef Günther Steiner (57) bereits vor Rennstart seinen Emotionen freien Lauf. Dieser zeigte in einem Interview bei „Sky“, dass die derzeitige Situation um  Mick Schumacher (23) ihn wütend macht.

Der Führungsstil von Steiner wurde zuletzt von einigen Experten kritisiert, weil er Mick öffentlich zu hart anpackt.

„Es wird fast uns angekreidet, dass wir an allem schuld sind. Das sind wir nicht, glaube ich. Wir wollen Mick erfolgreich haben. Wie wir das machen, da brauche ich keine Beratung. Ich glaube, die Fronten sind nicht verhärtet. Wir sind ein Team. Ich brauche Mick, Mick braucht uns, zusammen können wir stark sein. Wenn wir nicht zusammenarbeiten, können wir das nicht machen“, so Steiner.

Steiner fühle sich missverstanden und schimpfte am Sky-Mikro im Gespräch mit Moderator Peter Hardenacke: „Ihr probiert über eure Kanäle, die Lager zu spalten. Die Spaltung des Teams von außen ist nicht gut für Mick. Es gibt viel Unruhe von außen.“

Im Rennen lief es für das Haas-Team nicht besser. Fahrer Kevin Magnussen (29) musste ebenfalls nach einem Motorschaden sein Auto abstellen. Kurios: Der Rennstall hat seinen Motor von Ferrari. Schumacher verweilt derzeit auf Platz 15 beim Rennen in Baku.

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