Alarmstufe RotFerrari feuert Michael Schumachers langjährigen Freund

Michael Schumacher und Gino Rosato fahren auf einem Motorroller.

Ferrari feuerte mit Gino Rosato einen langjährigen Freund von Michael Schumacher.

Schon vor dem zweiten Rennen in Saudi-Arabien (Sonntag, 18 Uhr, Sky) herrscht Alarmstufe Rot bei Ferrari.

Nach dem Start-Debakel in Bahrain mit dem Ausfall der Nummer eins Charles Leclerc (25) und Platz vier von Carlos Sainz (28) gibt es nun die nächsten Hiobsbotschaften. Leclerc verliert wegen des dritten Wechsels der Steuereinheit zehn Startplätze und hinter den Kulissen rollen weiter die Köpfe.

Mamma mia, Ferrari! Auch unter Neu-Teamchef Fred Vasseur (54) geht das von Vorgänger Mattia Binotto (53) nicht gebändigte Chaos weiter.

Ferrari präsentiert sich als launische Diva

Die rote Göttin SF-23 entpuppt sich einmal mehr als launische Diva und verträgt sich nicht mit der Steuereinheit. Eine Startplatzstrafe wegen des Einbaus eines limitierten Bauteils im zweiten Rennen gab es selbst bei der „Schluderia“ noch nie. Sollte auch noch die Batterie gewechselt werden, müsste Leclerc von ganz hinten starten.

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Und was macht Vasseur? Der vom Kundenteam Alfa-Romeo-Sauer verpflichtete Aufräumer kehrt weiter mit eisernem Besen. Nachdem der Franzose bereits in der Winterpause den für die vielen Taktikpannen verantwortlichen Chefstrategen Iñaki Rueda (44) in die Fabrik versetzt und durch Ravin Jain (28) ersetzt hat, feuerte er drei weitere langjährige Mitarbeiter.

Darunter mit Gino Rosato (51) einen langjährigen Freund von Michael Schumacher (54). Der Italo-Kanadier mit überragendem Organisations-Talent war seit 1991 bei Ferrari in verschiedenen Funktionen das „Mädchen für alles“.

Nach einem von Hochstapler Dany Bahar (44) gut bezahlten Abstecher zu Lotus kehrte Rosato zurück zu Ferrari und arbeitete auch eng mit Sebastian Vettel (35) und Kimi Räikkönen (42) zusammen. Der Finne ernannte Rosato sogar zum Trauzeugen seiner zweiten Ehe mit Minttu Virtanen (36). Jetzt der bittere Abschied unter Vasseur.

Der feuerte auch Sponsor-Manager Jonathan Giacobazzi und Chefdesigner David Sanchez. Der Franzose, den Stefano Domenicali (57) 2012 von McLaren geholt hatte, war ein enger Binotto-Vertrauter. Vasseur schweigt zu den Gründen und sagte nur: „Ich wünsche ihm viel Glück.“ Nehmen Sie auch an unserer Umfrage teil:

Zu den Rauswurf-Wochen meinte er lakonisch: „In einer großen Firma kommen und gehen die Leute.“ Der nächste könnte Sportdirektor Laurent Mekies (45) sein, der mit einer Rückkehr zum Weltverband FIA liebäugeln soll.

Das Klima der Angst hat auch die sportliche Seite erreicht. Vasseur weiß: „Wir müssen in Dschidda und Melbourne Updates bringen, sonst fährt uns Red Bull davon.“ Dann wäre auch der nächste Anlauf auf den ersten Titel seit 2007 schon vorbei, bevor er begonnen hat.