Ferrari-Abrechnung Vettel bestätigt Wechsel-Wunsch: „Mercedes wäre eine Option“

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Sebastian Vettel nutzte die erste Pressekonferenz nach der Corona-Pause in Spielberg für eine Abrechnung mit Ferrari.

Spielberg – Paukenschlag am 33. Geburtstag. Formel-1-Star Sebastian Vettel rechnet zum Auftakt des Geisterrennens in Spielberg (Sonntag, 15.10 Uhr, RTL & Sky) gnadenlos mit Ferrari-Pinocchio Mattia Binotto (50) ab und verrät: „Es gab kein Angebot.“

Und Vettel spricht erstmals über seinen Wechsel-Wunsch zu Mercedes. „Das wäre eine Option, aber ich weiß nicht, was die Pläne seitens Mercedes sind.“

Mercedes-Teamchef bescheinigt ihm „Außenseiterchancen“

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Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff (48) mag Vettel und bescheinigte dem Vierfach-Weltmeister „Außenseiterchancen“, da er zunächst den aktuellen Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (35), Valtteri Bottas (30) und Ersatzfahrer George Russell (22) verpflichtet sei.

Das Problem für Vettel: Mit Sechsfach-Weltmeister Hamilton will Wolff gerne verlängern, mit Bottas verbindet ihn seine Managementfirma AMG und Russell ist die Zukunft.

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff (l.) hält viel von Sebastian Vettel (hier sind sie beide beim Großen Preis von China 2019 zu sehen).

Doch Vettel weiß, wie schnelllebig die Formel 1 ist und dass auch bei Hamilton die Fortsetzung der Karriere nach einem möglichen siebten WM-Titel nicht in Stein gemeißelt ist.

Sebastian Vettel schwärmt vom Mercedes

Der bei Ferrari degradierte Altmeister hofft jedenfalls, seine Karriere doch noch im Silberpfeil fortsetzen zu können. Er schwärmt: „Der Mercedes ist das beste Auto im Feld und in gewisser Weise für jeden von uns Fahrern eine Garantie, dass er, wenn er einsteigt, um die WM mitfahren kann.“

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Im schwarz lackierten Silberpfeil war Weltmeister Lewis Hamilton auch im ersten Österreich-Training wieder der Schnellste.

1. Spielberg-Training: In Roter Gurke nur Zwölfter

Sein aktueller Ferrari SF1000 eher nicht. In der seit dem Barcelona-Test nicht mehr verbesserten Roten Gurke lahmte Vettel im 1. Training als Zwölfter 1,261 Sekunden hinter dem Schnellsten Hamilton her. Vorjahressieger Max Verstappen (22) wurde hinter Hamilton-Helfer Valtterio Bottas (30) Dritter, Charles Leclerc (22) im zweiten Ferrari Zehnter.

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Im Training zum ersten Geisterrennen in Spielberg fuhr Sebastian Vettel in seiner roten Ferrari-Gurke der Konkurrenz weit hinterher.

Mercedes oder nichts, das ist also weiter Vettels Motto. Mit Ferrari hat Vettel schon vor dem ersten Saisonrennen emotional abgeschlossen.

Sebastian Vettel entlarvt Ferrari-Teamchef als Pinocchio

Und deshalb enthüllt er jetzt das falsche Spiel von Binotto: „Ich den letzten Monaten war es sehr klar, dass wir zusammen weitermachen wollen. Es war ein Schock und kam überraschend, als ich Anfang Mai einen Anruf bekam, in dem klar wurde, dass das Team keine Intention hatte, mit mir weitermachen zu machen und damit war das Thema erledigt.“

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Der Riss zwischen Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Sebastian Vettel wird immer größer.

Ferrari-Pinocchio Binotto hatte in der Trennungsmitteilung noch behauptet, es sei „eine gemeinsame Entscheidung“ und das „Beste für beide Seiten.“ Dem widerspricht Vettel, betont aber „keine schmutzige Wäsche waschen“ zu wollen.

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Sebastian Vettel kündigt Charles Leclerc einen harten Kampf an

Der grundehrliche Zimmermannssohn möchte sich professionell von Ferrari verabschieden und kündigt seinem Inteamfeind Charles Leclerc (22) einen harten Kampf an: „Ich bin nicht dafür da, ihm das Leben leicht zu machen.“

Wenn es Vettel gelingt, Binottos neuen Liebling zu schlagen und trotz seiner Roten Gurke in den Titelkampf mit Hamilton eingreifen zu können, dürfte sich für 2021 vielleicht doch noch eine Tür auftun.

Vettel:  „Ich bin hier, um zu gewinnen“

Vettel sagt: „Ich habe für 2021 keinen Vertrag. Aber wenn sich ein ordentliches Paket schnüren lässt, bin ich daran natürlich interessiert und motiviert. Ich bin hier, um was zu erreichen und zu gewinnen. Aber wenn es nicht klappt, muss ich mir etwas anderes Sinnvolles suchen.“

Ein von Experten wie Ex-Red-Bull-Kollege Mark Webber (43) empfohlenes Sabbatjahr und Comeback schließt Vettel allerdings jetzt schon aus: „Wenn man bereit ist, die Tür zu schließen, sollte man sie auch geschlossen halten und nicht wieder öffnen.“

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