Pokal-Triumph in Köln, aber die große Sause wurde abgeblasen.
Gidsels große AnsageNach Pokal-Sieg: „Ich hoffe, dass wir im Juni wiederkommen“

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Pokalsieger Füchse Berlin hat in dieser Saison noch einiges vor.
Eine ausgelassene Siegesfeier? Fehlanzeige. Die Handball-Profis der Füchse Berlin haben stattdessen nach ihrem Erfolg in einem Kölner Lokal bei einem ruhigen Abendessen mit ihren Familien und Freunden angestoßen. Bereits auf der Heimfahrt dachten Mathias Gidsel und seine Kollegen nur an die kommenden, riesigen Aufgaben.
Der zweite Pokal-Gewinn nach dem Jahr 2014 soll nämlich nur eine Etappe gewesen sein. „Der Pokal ist etwas ganz Besonderes. Ich möchte ihn nicht missen. Aber für uns ist es – auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten – elementar wichtig, in der Champions League zu spielen“, erklärte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning laut der „dpa“ und blickte direkt in die Zukunft.
Für die Füchse zählt jetzt nur noch die Champions League
Zwei Möglichkeiten gibt es für den Einzug in die Königsklasse: Entweder über die Bundesliga, in der sie mindestens den dritten Rang erreichen müssen, oder sie holen sich den Titel in der aktuellen Champions League. Für den derzeitigen Tabellendritten, der im Viertelfinale gegen den ungarischen Spitzenverein Veszprem antritt, ist beides noch erreichbar.
Aus diesem Grund gab Hanning für die Feier einen sehr begrenzten Spielraum vor. „Für uns ist es der dritte nationale Titel innerhalb von zwölf Monaten. Das muss und darf natürlich gefeiert werden. Aber nur im Rahmen dessen, was jeder für sich vertreten kann, ohne den Fokus zu verlieren“, äußerte sich der Chef der Füchse.
Dieser Triumph soll die Mannschaft beflügeln, keinesfalls ausbremsen. „Jetzt können wir mit viel Selbstvertrauen und Rückenwind in die restlichen Saisonspiele gehen“, urteilte Hanning. Auch Trainer Nicolej Krickau zeigt sich optimistisch: „Ich spüre eine Gewinnerkultur in der Mannschaft.“
Bereits am Donnerstag steht das Spitzenspiel gegen den VfL Gummersbach, den Vierten der Tabelle, an. Dort erneut eine Top-Leistung abzurufen, sei „eine heroische Aufgabe“, meinte Hanning.

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Träumt vom Champions-League-Sieg: Berlins Mathias Gidsel.
Welthandballer Gidsel (27) zeigt sich jedoch voller Tatendrang. „Veszprem ist ein extrem starker Gegner, aber wir wissen, wie wir sie schlagen können.“ Im Hinblick auf das Final-Wochenende der Champions League, welches ebenfalls in der Domstadt stattfindet, ergänzte er: „Ich hoffe, dass wir im Juni wiederkommen.“
Magdeburg nach Final-Klatsche am Boden zerstört
Solche Zukunftspläne sind beim SC Magdeburg nach der herben Pokal-Enttäuschung in weite Ferne gerückt. Obwohl für den wahrscheinlichen Meister in der Königsklasse noch alles drin ist und er im Viertelfinale auf Pick Szeged trifft, ist die Stimmung im Keller.
Erfolgstrainer Bennet Wiegert (44) ist nach den jüngsten Niederlagen hauptsächlich als Seelsorger gefordert. „Habe ich Sorgen? Natürlich. Wenn man solch ein Wochenende spielt, zieht das nicht einfach so an einem vorbei. Das gilt es zu verarbeiten“, konstatierte er.

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Macht sich Sorgen um die Verfassung seiner Mannschaft: Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert.
Er persönlich werde die Frustration „einige Wochen oder sogar Monate mit mir herumtragen“. Zugleich wünscht er sich, dass seine Mannschaft das „so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen und abschütteln. Das wird nicht so easy, wie mancher vielleicht denkt. Einfach so den Mund abwischen, das ist es nicht.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
