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Das Wunder von CuraçaoEx-Gladbach-Coach Advocaat mit Karibik-Team gegen Deutschland

Dick Advocaat

Copyright: Kai Moorschlatt/dpa

Dick Advocaat erlebt mit Curaçao eine besondere Zeit. (Archivbild)

WM-Wunder! Trainer-Fuchs (78) führt Zwergen-Insel zum DFB-Duell

WM-Wunder! Trainer-Fuchs (78) bringt Zwergen-Insel zu Duell mit DFB-Team – und ist wie ausgewechselt. Sein Spitzname war „kleiner General“, bekannt für eiserne Disziplin. Heute feiert er am Strand und tanzt mit seiner Mannschaft. Coach-Ikone Dick Advocaat (78) hat das Wunder mit Curaçao geschafft und macht vor dem Deutschland-Spiel eine deutliche Ansage.

In seiner ausgedehnten Laufbahn hat Dick Advocaat eigentlich alles gesehen. Aber die aktuelle Erfahrung mit Curaçao ist auch für den 78-Jährigen eine Premiere. Die Mannschaft von der winzigen Karibikinsel führte er auf sensationelle Weise zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. In dem Staat, der nur etwa 150.000 Menschen zählt, herrscht seither eine absolute Ausnahmesituation.

Noch nie hat eine kleinere Nation an einer Weltmeisterschaft teilgenommen als Curaçao. Wahrscheinlich gab es nie einen krasseren Underdog als „The Blue Wave“, so der Spitzname der Elf aufgrund ihrer Trikotfarbe. Und im Zentrum des Ganzen: Advocaat, der „kleine General“. Von seiner einstigen Härte ist jedoch nichts mehr übrig. Im Anschluss an ein Testspiel feierte er gemeinsam mit seinen Kickern auf einer Bühne, strahlte, bewegte sich im Takt und genoss den Jubel der Anhänger.

Riesen-Vorfreude auf Deutschland: „Einfach fantastisch“

„Es ist fantastisch, das alles mitzumachen“, äußert sich der Holländer, der seine dritte Weltmeisterschaft als Coach bestreitet. 1994 war er mit den Niederlanden dabei, 2006 mit Südkorea. Nun folgt Curaçao, das zum Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/MESZ) in Houston gegen Deutschland antritt.

„Dass es gleich zu Beginn gegen Deutschland geht, ist doch fantastisch“, sagte Advocaat im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Da wissen wir gleich, wo wir stehen. Du musst ohnehin gegen sie spielen und da kannst du besser gleich am Anfang gegen sie spielen.“

Advocaat ist sich im Klaren darüber, dass seine Mannschaft gegen das DFB-Team und die anderen Gruppenteilnehmer Ecuador und Elfenbeinküste als klarer Underdog gilt. Doch die Nummer 82 der FIFA-Weltrangliste reist nicht ohne Ehrgeiz an. „Wir wollen es jedem Gegner so schwer wie möglich machen. Und wir sind sicherlich nicht chancenlos“, so der routinierte Trainer. „Jeder kann überraschen. Warum nicht Curaçao?“

Früherer Gladbach-Trainer setzt auf Freiheiten

Damit das Wunder möglich wird, muss jede Kleinigkeit stimmen. Und deshalb führt Advocaat, der vor mehr als 20 Jahren eine kurze Zeit als Coach bei Borussia Mönchengladbach verbrachte, sein Team mit sehr viel Freiraum statt strenger Hand. Der dienstälteste Trainer des Wettbewerbs gewährt seinen Akteuren die nötigen Lockerungen. Musik ist fast ein ständiger Begleiter, und eine Übungseinheit fand sogar schon am Strand statt.

Lediglich bei einer Angelegenheit wird sein Gesichtsausdruck kurz ernst: Es geht um sein Comeback, nachdem er sich aus familiären Motiven zurückgezogen und seinen Nachfolger Fred Rutten abgelöst hatte. „Ich kann die Kritik nicht verstehen. Richtig ist, dass der Verband mich gefragt hat, ob ich zurückkommen will. Ich habe nicht den Verband gefragt“, macht Advocaat deutlich. „Warum soll ich dann nein sagen?“

Dieses Thema spielt auf Curaçao keine Rolle mehr, die Vorfreude überwiegt alles. Advocaat selbst zeigt Respekt vor dem Auftaktgegner: „Deutschland ist natürlich klarer Favorit in der Gruppe. Sie sind noch immer ein großes Fußballland.“ Schon ein Unentschieden käme für die Insel einem WM-Triumph gleich. Die Akteure zeigen sich jedoch zuversichtlich. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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