Nach Skandal-Szenen WM-Aus für DFB-Schiri Siebert – ein Deutscher weiter in Katar dabei 

Schiedsrichter Daniel Siebert wird bei seinem zweiten und letzten WM-Einsatz von Uruguays José María Giménez angegangen.

Schiedsrichter Daniel Siebert wird bei seinem zweiten und letzten WM-Einsatz am 2. Dezember 2022 von Uruguays José María Giménez angegangen.

Nach zwei Auftritten bei der WM 2022 ist das Turnier für Daniel Siebert beendet. Der einzige deutsche Schiedsrichter wird von der FIFA nicht für weitere Spiele eingesetzt. Seine Premiere endete mit skandalösen Szenen.

Knapp eine Woche nach der deutschen Nationalmannschaft streicht mit Daniel Siebert (38) auch der einzige Schiedsrichter aus der Bundesliga bei der WM 2022 in Katar die Segel. Nach zwei Turnier-Einsätzen wird der Berliner in der entscheidenden Phase nicht mehr zum Einsatz kommen und muss die Heimreise antreten.

Siebert hatte in der Vorrunde zwei Spiele geleitet, für Schlagzeilen hatte vor allem das Gruppen-Finale zwischen Uruguay und Ghana (2:0) gesorgt, an dessen Ende zahlreiche Spieler der Südamerikaner Siebert und sein Gespann wütend und aggressiv belagert hatten.

WM 2022 für Schiri Daniel Siebert beendet

Die skandalösen Szenen, bei denen Verteidiger José María Giménez (27) einem FIFA-Offiziellen sogar einen Stoß mit dem Ellenbogen in den Nacken versetzt hatte, sind damit die letzten Eindrücke beim WM-Debüt von Siebert. Dass der Fußball-Weltverband ihn über sein Aus in Katar informiert habe, bestätigte er am Mittwoch (7. Dezember 2022) der „Bild“.

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„Ja, es stimmt. Das Turnier ist zu Ende für mich. Ich habe mein sportliches Ziel mit zwei Spielen bei dieser WM erreicht. Ich bedanke mich bei allen, die mir diese besondere Turnier-Erfahrung ermöglicht haben“, sagte Siebert: „Das positive Feedback lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken. Jetzt freue ich mich aber erst mal auf meine Familie und den gemeinsamen Urlaub.“

Sieberts erster Auftritt beim 1:0-Sieg von Australien gegen Tunesien am zweiten Gruppenspieltag war deutlich unkomplizierter verlaufen als das mit Spannung erwartete Uruguay-Duell gegen Ghana – eine Neuauflage des Viertelfinals von 2014, bei dem sich die Afrikaner im Elfmeterschießen geschlagen geben mussten, nachdem zuvor Luis Suárez (35) ein sicheres Tor mit den Händen auf der Linie verhindert hatte.

WM 2022: Siebert-Aus nicht wegen Uruguay-Szenen

Dass Siebert in der Endphase der Partie einen Elfmeter für Uruguay nicht gepfiffen hatte, woran sich die späteren Proteste entzündeten, soll laut dem Bericht bei der FIFA-Entscheidung keine Rolle gespielt haben. Im Kreis der noch im Turnier verbliebenen Referees zählt der Bundesliga-Schiedsrichter jedoch zu den unerfahrensten, hatte daher gegenüber routinierten Kollegen das Nachsehen.

Für das Endspiel soll Medienberichten zufolge der Mexikaner César Arturo Ramos (38) ein heißer Kandidat sein. Laut der Sport-Tageszeitung „Récord“ lobte ihn Schiri-Chef Pierluigi Collina (62) für seinen Auftritt beim 6:1-Sieg von Portugal gegen die Schweiz am Dienstag (6. Dezember 2022) in höchsten Tönen und stellte ihm weitere Einsätze in den finalen Turnier-Spielen in Aussicht.

Aus Deutschland bleibt mit Bastian Dankert (42) immerhin ein Video-Schiri weiter im Turnier vertreten. Für welche Spiele ab dem Viertelfinale er berufen wird, steht bislang noch nicht fest. (bc)

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