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„Für unser Spiel sehr wichtig“Österreich bangt kurz vor WM um Bundesliga-Star

Christoph Baumgartner beim Warmmachen mit der österreichischen Nationalmannschaft.

Copyright: IMAGO/GEPA pictures

Christoph Baumgartner hat sich im letzten Test vor der WM beim Warmmachen verletzt. Trainer Ralf Rangnick bleibt dennoch optimistisch.

Gegen Tunesien hat die Rangnick-Elf im letzten Test vor der WM durchaus ihre Probleme. Kurz vor dem Anpfiff verletzt sich ein Leistungsträger.

Mit einem geglückten Test fliegt Österreich zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Trotz eines frühen Platzverweises für Konrad Laimer fuhr das ÖFB-Team in Wien ein 1:0 (0:0) gegen Tunesien ein.

Einen schweren Rückschlag hat das Rangnick-Team allerdings trotzdem zu verdauen: Christoph Baumgartner verletzte sich bereits beim Warmmachen am Oberschenkel und musste passen!

Rangnick hofft auf Baumgartner: „Ist ihm reingestochen bei einem Schuss aufs Tor“

Besonders bitter: Der Spielmacher von RB Leipzig war zuletzt glänzend in Form, hatte in der zurückliegenden Saison bei den Sachsen mit 17 Toren und neun Assists restlos überzeugt. Doch bis zu seinem ersten WM-Einsatz bleiben ihm jetzt nun nur noch zwei Wochen.

Immerhin lieferte Ralf Rangnick nach Abpfiff ein vorsichtig optimistisches Zwischenfazit. „Wir müssen noch abwarten, was mit Baumi ist. Wir wissen erst morgen, wie schwer die Verletzung ist. Hoffentlich nicht allzu schwer. Es ist ihm reingestochen bei einem Schuss aufs Tor. Eher im Hüftbeuger“, wurde Rangnick bei Sky zitiert.

Auch Marcel Sabitzer gab sich zurückhaltend zuversichtlich: „Er sagt, dass er glaubt, dass es nicht so schlimm ist. Baumi ist für unser Spiel sehr wichtig. Wir hoffen, dass alles gut wird. Wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit.“

In Gleichzahl hatte die als gefährlicher Außenseiter eingestufte Rangnick-Elf mit dem afrikanischen WM-Teilnehmer durchaus ihre Probleme, zeigte sich defensiv anfällig und offensiv weitgehend harmlos. Nach dem Wechsel gab es in Unterzahl eine deutliche Steigerung.

Laimer beging nach einem Steckpass von Rani Khedira ein Handspiel und verhinderte damit eine klare Torchance. Nach Videobeweis stellte der französische Referee Jeremie Pignard den Bayern-Profi vom Platz (37.). Den anschließenden Freistoß schoss Anis Ben Slimane an die Latte (38.), zuvor traf bereits Hannibal Mejbri (12., 18.) für Tunesien gleich zweimal Aluminium. In Durchgang zwei sorgte Dortmunds Marcel Sabitzer (63.) für die Führung, ehe Marco Friedl und Stefan Posch (66.) binnen weniger Sekunden Pfosten und Latte trafen.

Österreich begann mit acht Bundesliga-Profis in der Startelf, lediglich Torhüter Alexander Schlager stand noch nie in der deutschen Eliteliga auf dem Platz. Für Tunesien bildeten Union Berlins Khedira sowie Frankfurts Ellyes Shkiri die Doppelsechs, dazu begann Augsburgs Ismael Gharbi.

Für die Österreicher war die Partie in Wien ungewollt bereits die Generalprobe für das WM-Turnier. Ursprünglich sollte am 10. Juni in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien noch ein abschließender Test gegen Guatemala stattfinden, doch die Mittelamerikaner und der Stadionbetreiber sagten Mitte Mai ab – und ein alternativer Gegner oder Austragungsort waren nicht mehr zu finden. Für Tunesien geht es dagegen am Samstag (15 Uhr) in Brüssel noch gegen Belgien.

Beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada legen die Nordafrikaner dann am 15. Juni gegen Schweden los, ehe Vorrundenduelle mit Japan und den Niederlanden folgen. Die Österreicher steigen zwei Tage später ins Turnier ein, Gruppengegner sind Jordanien, Weltmeister Argentinien und Algerien. (red/sid)

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