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Empfehlung für neuen Job?Bundesliga-Torschützenkönig bei WM als Trainer dabei

Aus der Bundesliga kennen ihn viele Fans noch als Schlitzohr vor dem Tor, doch über die Jahre reifte Thomas Christiansen zum Tüftler an der Seitenlinie, feiert nun als Trainer sein WM-Debüt.

Seinen größten Karriere-Erfolg als Spieler feierte er zu Beginn des Jahrtausends in der Bundesliga, über 20 Jahre später erlebt Thomas Christiansen (53) die bedeutendsten Momente seiner Trainerlaufbahn bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada.

Der Torschützenkönig der Saison 2002/2003 (damals 21 Tore für den VfL Bochum) trainierte nach der Profi-Karriere zunächst Vereine auf Zypern, in England und Belgien, ehe er 2020 als Nationaltrainer von Panama verpflichtet wurde. Sechs Jahre später tritt er mit den Lateinamerikanern bei der Weltmeisterschaft an und hat große Ziele.

Thomas Christiansen kann sich bei der WM als Trainer beweisen

„Der größte Traum wäre es, eine gute WM zu spielen, uns so gut wie möglich zu behaupten und die Gruppe zu überstehen“, sagte Christiansen dem TV-Sender ESPN über seine Erwartungen an die zweite Weltmeisterschaft der panamaischen Verbandsgeschichte.

2018 in Russland bestritt die Auswahl ihr gefeiertes Debüt, reiste in einer Gruppe mit England, Belgien und Tunesien allerdings punktlos ab. Wie sehr die Mannschaft und das ganze Land das Premierentor von Abwehr-Legende Felipe Baloy (45) zum 1:6 gegen England feierten, zeigte damals: Dabeisein ist für Panama alles.

Nach einem Umbruch und dem Karriereende der meisten Spieler aus der damaligen Generation will Christiansen mit seinem Team nun mehr. Das wird beim erneuten Aufeinandertreffen mit England sowie den weiteren Gruppenspielen gegen Kroatien und Ghana jedoch erneut eine Herkulesaufgabe.

Der veränderte WM-Modus erlaubt immerhin auch acht Gruppendritten den Sprung ins neu geschaffene Sechzehntelfinale. Drei, womöglich gar zwei Punkte könnten dafür unter Umständen reichen.

Gemeinsam auf dem Roten Teppich: Thomas Christiansen und Ehefrau Nuria.

Copyright: IMAGO / TheNews2

Die WM-Auslosung im Dezember 2025 verfolgte Panama-Trainer Thomas Christiansen mit seiner Ehefrau Nuria.

Auch deshalb hat Christiansen maximale Ansprüche an sein Team und stellt klar: „Wir wollen den Konkurrenzkampf schüren. Wenn irgendjemand locker lässt, dann ist er raus. Wer auch immer sich empfiehlt, wird spielen.“

Die Nominierung seines ersten WM-Kaders habe ihm daher reichlich Kopfschmerzen bereitet, verriet der zweimalige spanische Nationalspieler, der auch den dänischen Pass besitzt. Vor dem Turnier verriet er zudem, dass er und seine Frau Nuria sich auch um die Staatsbürgerschaft von Panama bemühen.

Thomas Christiansen posiert mit der Torjägerkanone.

Copyright: imago sportfotodienst

Thomas Christiansen präsentiert zum Ende der Saison 2002/2003 stolz die Torjägerkanone.

Ein überraschend starker 33. Platz in der Fifa-Weltrangliste nur knapp hinter Norwegen täuscht etwas über das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft hinweg, auch wenn der Kader stärker einzuschätzen als noch vor acht Jahren. Im Testspiel in Brasilien bekam Panama Ende Mai bei einem 2:6 allerdings seine Grenzen deutlich aufgezeigt.

Christiansen, dessen Vertrag nach der WM ausläuft, kann sich auf der ganz großen Bühne nun ebenso wie viele seiner Schützlinge für den nächsten Schritt beweisen. Besonders das Duell der Gruppen-Außenseiter gegen Ghana könnte nicht nur über Panamas WM-Schicksal entscheiden.

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