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Traumtreffer & Spektakel Paderborn und Bremen liefern sich das verrückteste Spiel des Jahres

Bremens Torschütze Niclas Füllkrug (l) feiert seinen Treffer zum 3:3.

Niklas Füllkrug feiert am 22. Januar 2022 seinen Treffer für Werder Bremen gegen den SC Paderborn.

In der 2. Bundesliga läuft alles auf einen absoluten Aufstiegskrimi und einen irren Titelkampf hin. Und mit dem Spiel SC Paderborn gegen Werder Bremen gab es das wahrscheinlich verrückteste Spiel des Jahres!

Hier war wirklich alles drin! Traumtore serienweise – auch wenn sie längst nicht alle galten. Gleich vier (!) aberkannte Treffer durch den Videoschiedsrichter. Und auch sonst jede Menge Spektakel. Und mit dem SV Werder Bremen einen glücklichen 4:3-Sieger, der nach dem Erfolg wieder auf Platz drei der Tabelle steht.

Damit hat Trainer Ole Werner bereits das fünfte Spiel in Serie nach seinem Amtsantritt in Bremen gewonnen und jagt weiter den Startrekord von Otto Rehhagel, der seine ersten acht Partien für Bremen gewann.

Zwei Top-Sturmduos treffen in Paderborn aufeinander

Beide Teams sind noch aussichtsreich im Aufstiegsrennen, beide verfügen mit den Duos Sven Michel und Felix Platte sowie Niklas Füllkrug und Marvin Ducksch zwei der besten Sturm-Duos der Zweiten Liga. Und die Mannschaften schenkten sich nichts.

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Es ging gleich los nach zwölf Minuten, als Ömer Toprak bei einem Klärungsversuch Michel traf – Elfmeter! Doch der Angreifer scheiterte am glänzend reagierenden Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Aber dann schritt Referee Tobias Welz ein. Friedl, der den Ball geklärt hatte, war zu früh in den Strafraum gelaufen. Florent Muslija durfte beim zweiten Versuch ran, verwandelte sicher.

Felix Platte mit irrem 40-Meter-Treffer

Die Antwort von Werder kam prompt: Marvin Ducksch traf. Doch Welz schritt wieder ein: Abseits von Füllkrug, erkannt vom Video-Schiri (22.). Immerhin: Ducksch gelang nach 35 Minuten doch der Ausgleich.

Torschütze Felix Platte (M) feiert seinen Treffer zum 3:1 mit Ron Schallenberg (l-r), Sven Michel und Dennis Srbeny.

Zu früh gefreut: Die Paderborner Kollegen feiern Torschütze Felix Platte.

Doch die Hausherren konnten antworten, wieder war es Muslija, der mit einem traumhaften Schlenzer Paderborn erneut in Führung brachte. Kurz nach dem Wechsel dann sogar das 3:1 und was für ein Tor! Aus 40 Metern wähnte Platte Werder-Torwart Pavlenka zu weit vor dem Kasten – und hatte recht! Der Ball segelte über den Tschechen ins Tor (55.).

Die Bremer aber nur kurz beeindruckt, Romano Schmid (57.) gelang ähnlich sehenswert der Anschlusstreffer zum 2:3. Füllkrug war dann der Ausgleich vorbehalten, aus 19 Metern traf er nach 66 Minuten mit einem satten Schuss ins Eck. Der SC Paderborn am Ende? Von wegen! Wieder machte Platte aus rund 22 Metern mit dem nächsten traumhaften Schuss das vermeintliche 4:3, doch weil er kurz vorher Bremens Abwehrchef Toprak am Fuß getroffen hatte, gab es nach der Ansicht der TV-Bilder Freistoß für die Gäste.

Werder auf Platz drei, Darmstadt Spitzenreiter

Dann jubelte Werder vergebens nach Füllkrugs Hammertor nach 72 Minuten. Der Stürmer hatte beim Zuspiel Zentimeter im Abseits gestanden. Werder hatte trotzdem das letzte Wort: Paderborns bis dahin starker Keeper Huth ließ eine Ecke durchrutschen, Toprak gelang das umjubelte 4:3.

Und weil Pavlenka auch noch ein paar Glanzparaden auspackte, ist Bremen wieder auf dem Relegationsplatz. Die Revanche für das 1:4 im Hinspiel war damit geglückt. Neuer Tabellenführer ist der SV Darmstadt, der sich am FC St. Pauli durch den Sieg in Ingolstadt vorbeischob.

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