Werder-Boss Fritz bleibt trotz Krisen-Saison im Amt
Klare Ansage an FritzSportchef bleibt im Amt, doch der Aufsichtsrat hat klare Forderungen

Copyright: Carmen Jaspersen/dpa
Clemens Fritz bleibt Fußball-Geschäftsführer beim SV Werder Bremen.
Trotz einer Saison zum Vergessen darf Clemens Fritz (45) als Sport-Geschäftsführer bei Werder Bremen weitermachen. Nach einer ausgiebigen Saisonanalyse sprach sich der Aufsichtsrat der Profifußball-Gesellschaft einstimmig mit 9:0 Stimmen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Ex-Nationalspieler aus.
In einer Mitteilung des Kontrollgremiums wird erklärt: „Clemens hat während einer großen Krise Managementqualitäten bewiesen und bereits während der Saison Maßnahmen umgesetzt, um Prozesse und Abstimmungen deutlich zu verbessern.“ Der Klub beabsichtige, den Kurs der Integration junger Spieler und der Schaffung von Werten konsequent beizubehalten.
Aufsichtsrat redet Klartext: „Es wurden Fehler gemacht“
Die Verantwortlichen formulierten jedoch auch eine deutliche Mahnung: „Es wurden Fehler in der sportlichen Planung und Umsetzung gemacht, zudem gab es in Teilen Fehleinschätzungen bei der Transferpolitik.“ Zudem sei der erhoffte Impuls durch den Trainerwechsel zu Horst Steffen im Sommer ausgeblieben.
Für die kommende Spielzeit gibt es daher eine glasklare Erwartung an Fritz und sein Team: „eine stabile Entwicklung, Konstanz und offensive Durchschlagskraft“.
Millionen-Einnahmen als klares Ziel
Die Kritik an Fritz hatte sich vor allem an seiner Zusammenstellung des Kaders entfacht. Als Fünfzehnter der Tabelle mit lediglich 32 Punkten entkam Werder nur haarscharf der Abstiegs-Relegation. Der neue Angreifer Victor Boniface erwies sich als Transfer-Flop. Ein Detail, das besonders stutzig macht: Sieben der acht Neuzugänge waren nur ausgeliehen.
Aktuell bemüht sich der Sportchef, dringend benötigte Transfererlöse zu erwirtschaften. Ein erster Erfolg ist schon perfekt: Torwart Mio Backhaus wurde am Samstag für über zehn Millionen Euro an den SC Freiburg abgegeben. Auch Jens Stage und Verteidiger Karim Coulibaly könnten Werder noch Millionen in die Kassen spülen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
