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Schwacher TestZweite Reihe kann Chance nicht nutzen – nur einer überzeugt

Sebastian Sebulonsen im Zweikampf mit Tim Kloss

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports International

Konnte beim Test gegen Viktoria Köln Eigenwerbung betreiben: Sebastian Sebulonsen (l.) im Zweikampf mit Tim Kloss.

Für die Spieler des 1. FC Köln, die derzeit unter René Wagner hinten dran sind, war der Test gegen Viktoria die Chance, sich zu zeigen. Wenn überhaupt hat das Spiel allerdings nur einen Gewinner hervorgebracht.

Es war ein Nachmittag zum Vergessen für den 1. FC Köln. Nach dem Testspiel gegen Viktoria Köln sitzt der Schock bei den Verantwortlichen tief. Thijs Dalinga und Ragnar Ache haben sich schwere Verletzungen zugezogen.

Der eine Angreifer fällt monatelang aus, sein Sturm-Kollege zumindest die nächsten Wochen. Da gerieten das Ergebnis und der durchwachsene Auftritt gegen den Drittligisten schnell in Vergessenheit.

Nur Sebulonsen überzeugt im Test

Dabei sollte der Test vor allem für jene Spieler, die aktuell hinten dran sind, die Chance sein, sich zu zeigen. Doch so richtig gelang es keinem, Eigenwerbung für das Derby gegen Borussia Mönchengladbach zu betreiben. Es war nicht der „gute Test gegen einen wirklich guten Gegner“, den Wagner gesehen haben will.

Nur Sebastian Sebulonsen konnte so richtig überzeugen. Seine starke Form hatte er aber auch schon in der vergangenen Trainingswoche angedeutet. Der Norweger ist gegen den Erzrivalen ohnehin gesetzt, da sein Konkurrent Alessio Castro-Montes kommende Woche erst mal nur teilintegriert mit der Mannschaft trainieren wird.

Auf der gegenüberliegenden Seite bekam Borna Sosa 85 Minuten Spielzeit. Der Kroate zeigte einige gute Flanken, klärte aber vor dem 1:2 nicht gut. Immerhin konnte die Leihgabe aus England am Ende noch einen Assist verbuchen: Denn seinen Eckball konnte Marius Bülter zum 2:2 verwerten. Insgesamt war es eine ordentliche Partie, an Gideon Mensah wird aber trotzdem vorerst nicht vorbeikommen.

Auch Joel Schmied muss sich wohl erst mal weiter mit der Zuschauer-Rolle zufriedengeben. Der Schweizer konnte an der Seite des jungen Assaf Kotya-Fofana auch nicht dafür sorgen, dass der FC mal ohne Gegentreffer blieb. Er wird – zumindest im Derby – nicht an Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili vorbeikommen.

Und dann wären da noch Luca Waldschmidt und Jan Thielmann, die beide nach guter Vorbereitung derzeit außen vor sind. Doch auch die beiden konnten sich nicht in den Vordergrund spielen.

Thielmann blieb bis auf einen Schuss aus 20 Metern, der weit daneben ging, vollkommen unauffällig. Waldschmidt war zwar bemüht, fand aber auch keine Lösungen gegen den Drittligisten, der in der zweiten Halbzeit mit einer kompletten B-Elf agierte.

Insgesamt lieferte die „zweite Reihe“ wenig Argumente für sich. Ein Gewinner ist Marius Bülter. Der Angreifer erzielte den Ausgleich und dürfte nach den Verletzungen seiner beiden Konkurrenten gegen Gladbach in der Spitze gesetzt sein.