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„Werden gar nicht gefüttert“Beim FC fehlen vor dem Derby nicht nur Stürmer

FC-Trainer René Wagner fordert von seinen Spielern ein selbstbewusstes Auftreten.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

FC-Trainer René Wagner fordert von seinen Spielern ein selbstbewusstes Auftreten.

Thijs Dallinga fällt mit einer Kreuzbandverletzung länger aus, Ragnar Ache vorerst mit einer Muskelverletzung. Doch die Probleme im Spiel der Kölner sind größer.

Der 1. FC Köln muss vor dem Derby auf seine beiden wichtigsten Mittelstürmer verzichten. Thijs Dallinga zog sich im Testspiel gegen Viktoria Köln eine Verletzung am Kreuzband zu und wird dem FC „für mehrere Monate“ fehlen.

Ragnar Ache erlitt eine Muskelverletzung und fällt „vorerst“ aus. Einen konkreten Rückkehrtermin gibt es für keinen der Stürmer. Unter den Kölner Fans ist die Stimmung vor dem Derby getrübt.

Sorgen vor dem Derby: „Der FC hat es am Samstag nicht geschafft, Viktoria Köln nachhaltig zu pressen“

Die Sorge im FC-Umfeld kann EXPRESS-Reporter Uwe Bödeker nachvollziehen. Im Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger widerspricht er aber der Vorstellung, dass der Ausfall der beiden FC-Neuner die Probleme allein erklärt, die sich zuletzt auch beim 1:2 gegen den Hamburger SV offenbart hatten.

„Das sehe ich nicht ganz so negativ oder nicht ganz so schwarz“, sagt er. Seine Begründung: „Die Neuner wurden ja gar nicht gefüttert mit Bällen.“ Damit rückt nicht nur die Besetzung in Kölns Sturmzentrum in den Fokus, sondern auch die Frage, wie der FC seine Angreifer überhaupt in Szene setzt.

Jetzt seien Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Imad Rondić Optionen für einen Einsatz im so wichtigen Heimspiel gegen den Rhein-Rivalen, zählt Bödeker auf. Immerhin: Bülter traf im Test gegen Viktoria zum 2:2, der FC sicherte sich damit spät den Ausgleich.

KStA‑Sportchef Christian Löer plädiert dafür, dem Stürmer eine Chance zu geben: „Vielleicht kann man ihm mal ein bisschen Vertrauen geben und dann kann er es wuppen.“

Die Verletzungen verschärfen die Personalsorgen. Sie verdecken aber nicht die Fragen, die das Testspiel aufgeworfen hat. Der FC kam gegen den Drittligisten nicht über ein 2:2 hinaus. Löer kritisierte im Podcast: „Der FC hat es am Samstag nicht geschafft, Viktoria Köln nachhaltig zu pressen.“

Bödeker sah zudem zu wenig Tempo und zu wenige Lösungen bei den Kölnern. Gerade mit Blick auf die Defensive bereitet ihm das vor dem Derby Bauchschmerzen.

Ein Schnellkauf ist für Löer deshalb nicht automatisch die Lösung. Ein Spieler, der ohne Vorbereitung und ohne Bindung zur Mannschaft dazukommt, könne kurzfristig kaum „Geschlossenheit und Spielidee“ herstellen, argumentiert der KStA-Reporter.

Die Diskussion dreht sich damit um mehr als die Frage, wer im Sturmzentrum beginnt: Der FC benötigt Wege, seine vorhandenen Offensivspieler zu erreichen – und muss zugleich defensiv stabiler werden. (oke)