Steffen Baumgart musste bei Union Berlin seinen Hut nehmen, Sport-Boss Horst Heldt plant schon den Umbruch im Sommer. Doch auch an ihm regt sich Kritik.
„Irritiert mich total“Verdacht nach Baumgart-Aus: Sky-Moderator zählt Horst Heldt an

Drei Jahre lang war Horst Heldt (56) nach seinem Aus beim 1. FC Köln ohne Job, ehe im Sommer 2024 Union Berlin anklopfte. Kurz vor seinem zweijährigen Jubiläum in der Hauptstadt fällt die Zwischenbilanz äußerst dürftig aus.
Heldts bisheriges Wirken an der Alten Försterei ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Mit Bo Svensson (46) ging der erste Trainer-Schuss komplett daneben, auf das Aus des Dänen nach nur 179 Tagen folgte Steffen Baumgart (54). Doch die erhoffte Entwicklung brachte auch diese Wahl nicht: Nach der Entlassung am späten Samstagabend (11. April 2026) steht Union abermals vor einem Neuanfang.
Wagner spricht von schlechter Stimmung bei Union
Mit Marie-Louise Eta (34) wählten die Eisernen eine unverbrauchte Interims-Lösung für neue Impulse im Saisonfinale, während im Hintergrund bereits erste Trainer-Kandidaten für den Umbruch im Sommer gehandelt werden. Eine Option ist dabei Christian Eichner (43), der beim Karlsruher SC aufhört.
In der Sky-Show „Glanzparade“ nahm Moderator Thomas Wagner (54) am Montag auch Heldt bei der Verantwortlichkeit für den Stillstand in Köpenick ins Visier. Rund um die Baumgart-Entlassung war von schlechter Stimmung zwischen Sport-Geschäftsführer und Trainer berichtet worden.
„Was mich total irritiert: Im Januar wird der Vertrag verlängert mit der Aussage, es passt, ich sehe es jeden Tag auf dem Trainingsplatz“, ging Wagner auf Schilderungen von Heldt bei der Verkündung der Vertragsverlängerung von Baumgart am 14. Januar ein.
Tatsächlich hatte Heldt in der Vereinsmitteilung der Berliner vor gerade mal drei Monaten geschwärmt: „Die Entwicklung der letzten Monate zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sehen jeden Tag, dass alle hier gut zusammenarbeiten.“

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Sky-Moderator Thomas Wagner am Montag (13. April 2026) im TV-Talk Glanzparade.
Am Sonntag hatte Sky-Reporterin Lisa de Ruiter noch von einem extrem distanzierten Verhältnis zwischen Trainer und Sport-Boss berichtet. „Die Beziehung muss ja nochmal vom Nullpunkt ein ganzes Stück entfernt gewesen sein – aber in die negative Richtung“, so Wagner.
Anschließend äußerte er sogar den Verdacht, „dass Horst Heldt Steffen Baumgart geopfert hat, um selbst überhaupt noch eine Zukunft in Köpenick zu haben“. Den Geschäftsführer zählte Wagner daher an, sagte: „Wenn du dir die Transferbilanz von Horst Heldt anguckst, da wird es natürlich auch schwierig.“
In bislang vier Transferperioden hat Heldt es nicht geschafft, dem Kader durch Transfers neue Substanz zu verleihen. Der Kern der Mannschaft besteht weiter mehrheitlich aus Akteuren, die schon länger das Trikot der Berliner tragen.
Die einzige große Ausnahmeerscheinung ist Abwehr-Talent Leopold Querfeld (21), der 2024 verpflichtet wurde und seinen Marktwert seitdem vervielfacht hat. U21-Nationalstürmer Ilyas Ansah (21) startete herausragend in die Saison, ist aber seit Mitte Dezember ohne Treffer und aktuell kein Stammspieler.
