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Klub gesteht Transfer-Panne ein Nachfolger von FC-Boss Keller in Regensburg schon wieder weg

Roger Stilz bei der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung bei Jahn Regensburg auf dem Rednerpult.

Roger Stilz, hier am 1. Dezember 2021 bei seiner Vorstellung bei Jahn Regensburg, ist nach knapp einem Jahr schon nicht mehr Sport-Geschäftsführer beim Zweitligisten.

Kein Jahr nach dem Abschied von Christian Keller sucht Jahn Regensburg schon den Nach-Nachfolger für den aktuellen Sport-Geschäftsführers des 1. FC Köln. Spielt eine Transfer-Panne dabei eine Rolle?

Über acht Jahre leitete Christian Keller (43) bei Jahn Regensburg als Sport-Geschäftsführer die Geschicke, formte mit seiner Arbeit, die längst auch beim 1. FC Köln geschätzt wird, einen grundsoliden Zweitligisten. Eine derartige Ära war seinem direkten Nachfolger beim Jahn allerdings nicht vergönnt.

Der Schweizer Roger Stilz (45), der Ende 2021 das schwere Keller-Erbe angetreten hatte, ist in Regensburg seit vergangener Woche schon wieder Geschichte, verließ den Klub nach gerade mal zehn Monaten. Dabei könnte auch eine Transfer-Panne eine Rolle gespielt haben.

Jahn Regensburg: Leih-Panne um Bayern-Talent

Der Klub räumte am Dienstag (27. September 2022) ein schweres Versäumnis ein, das dem Pokal-Bezwinger des 1. FC Köln im Sommer unterlaufen war.

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Demnach hatte es bei der erneuten Ausleihe von Bayern-Talent Sarpreet Singh (23) einen Formfehler gegeben, wodurch der neuseeländische Nationalspieler erst im neuen Jahr spielberechtigt ist.

„Wir sind sehr unglücklich über die Abläufe und Umstände, die zu dieser Situation geführt haben. Im persönlichen Dialog mit Sarpreet Singh haben wir den Sachverhalt erläutern und insbesondere unser Bedauern zum Ausdruck bringen können“, erklärte Vorstands-Boss Hans Rothammer kleinlaut.

Zwar war Singh, den vergangene Saison noch Keller nach Regensburg gelockt hatte, nach einer Schambeinverletzung bislang noch nicht einsatzbereit. Er stand in einem Testspiel zuletzt aber schon wieder auf dem Rasen und hätte zumindest in den verbleibenden neun Begegnungen bis Jahresende eine Rolle spielen können.

2021/2022 war Singh in 25 Ligaspielen an 13 Treffern der Regensburger beteiligt, erzielte fünf Tore und bereitete acht weitere vor. Ein Wechsel zu Werder Bremen war im Sommer am nicht bestandenen Medizincheck gescheitert, Ende Juli tütete dann Regensburg die erneute Leihe ein.

Jahn Regensburg: Trennung von Roger Stilz nach zehn Monaten

Auf Anfrage der „Mittelbayerischen“ hatte der Jahn zunächst noch eine Panne bei den Modalitäten dementiert, ging am Dienstag dann aber selbst in die Offensive und bestätigte, dass die Spielberechtigung erst bei Wiederöffnung des Transferfensters im Januar beantragt werden könne.

Regensburgs Sarpreet Singh (l) und Schalkes Ko Itakura kämpfen um den Ball.

Sarpreet Singh (v.), hier am 5. Februar 2022 beim Gastspiel von Regensburg auf Schalke im Duell mit Ko Itakura, gehörte vergangene Saison zu den Besten beim Jahn.

Dazu passte auch, dass Singh in seiner Story bei Instagram am Montag enttäuscht „2022, was für ein Witz“ geschrieben hatte. „Das war natürlich auch für uns ein schwerer Schlag, den wir gemeinsam mit Sarpreet erst einmal verkraften mussten“, wurde Trainer Mersad Selimbegovic (40) in der Vereins-Mitteilung zitiert.

Die Trennung von Stilz hatte Regensburg bereits am Freitag (23. September) verkündet, das Aus sei in „beiderseitigem Einvernehmen“ erfolgt. Einen Zusammenhang mit der Transfer-Panne ließ der Klub zumindest offiziell nicht erkennen. Der frühere Co-Trainer beim Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg habe vielmehr „aus persönlichen Gründen“ um die Auflösung seines Vertrages gebeten. (bc)

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