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„Grenze überschritten“Moderator fordert nach WM-Eklat Konsequenzen für Argentinier

Dieses Plakat der argentinischen Nationalmannschaft sorgte nach dem WM-Sieg gegen England für viel Aufsehen. (Bild: 2026 Getty Images/Shaun Botterill)

Copyright: 2026 Getty Images/Shaun Botterill

Dieses Plakat der argentinischen Nationalmannschaft sorgte nach dem WM-Sieg gegen England für viel Aufsehen. (Bild: 2026 Getty Images/Shaun Botterill)

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Ingo Zamperoni hat in der neusten Folge von Johannes B. Kerners Podcast „Kerners 11“ über die umstrittene Geste der argentinischen Nationalmannschaft nach dem WM-Sieg über England gesprochen. Der „Tagesthemen“-Moderator sah eine „Grenze überschritten“.

Wieder einmal hatte es Argentinien geschafft. Nachdem die Mannschaft um Weltstar Lionel Messi im WM-Halbfinale gegen England in Rückstand geraten war, sorgten erneut späte Tore für einen glücklichen Ausgang für die Südamerikaner. Doch statt sich einfach nur über den Einzug ins Finale zu freuen, ließen sich einige Spieler im Nachgang zu einer provokanten Geste hinreißen, die Johannes B. Kerner als „befremdlich“ bezeichnet.

In der neusten Folge seines Podcasts „Kerners 11“ spricht der WM-Moderator von MagentaTV mit seinem Gast Ingo Zamperoni über das Plakat mit der Aufschrift „LAS MALVINAS SON ARGENTINAS“ - auf Deutsch: „Die Falklandinseln sind argentinisch“ -, mit dem argentinische Spieler direkt nach dem Sieg auf dem Feld feierten.

Ingo Zamperoni moderiert im Ersten die „Tagesthemen“. Mit den USA kennt sich der Journalist bestens aus. (Bild: ARD/Marc Rehbeck)

Copyright: ARD/Marc Rehbeck

Ingo Zamperoni moderiert im Ersten die „Tagesthemen“. Mit den USA kennt sich der Journalist bestens aus. (Bild: ARD/Marc Rehbeck)

„Der Krieg um diese Inseln liegt über 40 Jahre zurück, das Thema ist aber in Argentinien heute ganz offenbar nach wie vor tief verankert“, erklärt Johannes B. Kerner und bezieht sich auf die Schlacht im Jahr 1982 zwischen Argentinien und England um die Kontrolle der Falklandinseln, die nur 500 Kilometer von der argentinischen Küste entfernt liegen, aber von den Briten seit 1833 verwaltet werden - bis heute.

Kerner findet Argentiniens Plakat-Geste „gehässig“ und „feindselig“

Für Ingo Zamperoni ist das Plakat „auf jeden Fall eine Grenzüberschreitung“ der Argentinier, wie er im Podcast sagt. Dass Fußball nicht komplett unpolitisch sein könne, wisse der ARD-Mann nur zu gut. Aber: „Du hast gerade gewonnen auf unfassbare Art und Weise. Du hast deinem Land als Mannschaft mehr gegeben, als sie es sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten manchmal hätten erträumen können. Das brauchte es nicht“, zeigt der „Tagesthemen“-Moderator wenig Verständnis für die Aktion.

Johannes B. Kerner stört sich vor allem aus sportlicher Sicht daran, „dass sie im Moment des Sieges das machen“. Er fügt an, dass die Geste dadurch „Gehässigkeit“ und „Feindseligkeit“ signalisiere. „Das hatte so etwas Böses.“ Der 61-Jährige stellt erneut klar: „Mich hat es befremdet.“

Auch Ingo Zamperoni erkennt die Provokation als „Nachtreten“ in Richtung des geschlagenen Gegners. „Ich fände es auch richtig und konsequent, wenn die FIFA da - in welcher Form auch immer - irgendeine Konsequenz daraus zöge“, meint der Journalist weiter. Die FIFA hatte nach der Partie angekündigt, den Vorfall zu untersuchen, da politische Botschaften in ihren Wettbewerben verboten sind. Konsequenzen sind bislang nicht bekannt. Das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien findet am Sonntag, 19. Juli, um 21 Uhr (ZDF) statt. (tsch)

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