1

Als „dumm“ bezeichnetWM-Experte setzt nach Zoff noch einen drauf

Gary Neville und Frau mit Mikrofonen

Copyright: IMAGO / Shutterstock

Gary Neville hat seine Kritik am argentinischen Innenverteidiger-Duo erneuert.

Die Luft brennt nach dem WM-Halbfinale! Ein Ex-Star aus England teilt heftig gegen zwei Verteidiger aus Argentinien aus – und setzt jetzt noch einen drauf.

Die Auseinandersetzung mit Worten zwischen England-Legende Gary Neville und dem argentinischen Abwehrspieler Cristian Romero erreicht ein neues Level. 

Der Ursprung des Streits liegt in einer Bewertung von Neville im Podcast „The Overlap“. Dort hatte er Romero gemeinsam mit seinem Defensiv-Partner Lisandro Martínez als das „beste und schlechteste Innenverteidiger-Duo der Welt“ betitelt. Diese Spitze sorgte nach dem argentinischen Halbfinal-Triumph über England für mächtig Ärger. Das berichtet „sport.de“.

Neville schlägt zurück: „Sie verschenken Tore“

Argentinien kickte die Three Lions in Atlanta mit einem 2:1-Sieg aus dem WM-Halbfinale. Danach schimpfte Romero bei „DSports“ an Neville gerichtet: „Ich hoffe nur, dass ich, wenn ich zurücktrete, nicht so dumm sein werde.“

Als er bei „Sky Sports“ mit den scharfen Äußerungen konfrontiert wurde, feuerte Neville zurück und bekräftigte seine kritische Haltung. Der TV-Experte analysierte: „Um meine Aussage noch etwas zu ergänzen: Sie verschenken Tore. Sie haben in vier K.o.-Spielen sechs Gegentore kassiert.“

Darauf folgte die härteste Spitze: Seiner Meinung nach sollten Romero und Martínez „Messi jeden Tag umarmen, denn er musste sie aus dem Schlamassel ziehen, als sie zwei Tore gegen Ägypten, zwei gegen Kap Verde und eines gegen England kassiert haben.“ Gleichzeitig räumte Neville aber auch ihre positiven Seiten ein. Er bezeichnete das Duo als „unglaubliche Naturgewalt“, das jedoch zwischen „Genialität und Absurdität“ pendele.

Seine Erkenntnis begründete Neville mit einem Blick auf die Premier League, der Liga, in der beide Argentinier aktiv sind. Der 51-Jährige erklärte: „Romero spielte letztes Jahr in einer Mannschaft, die in der Premier League fast abgestiegen wäre und 65 Gegentore kassierte, daher glaube ich, dass ich weiß, wovon ich rede, wenn ich einen Spieler beobachte.“ Zwar seien die beiden „sehr talentiert“, würden aber „Fehler, viele davon“ begehen.

Die Schlussfolgerung der englischen Legende fällt klar aus: Der Finaleinzug Argentiniens sei nicht der Verdienst der Verteidigung. „Sie haben gewonnen wegen des wohl größten Spielers aller Zeiten“, konstatierte Neville und zielte damit auf Superstar Lionel Messi ab. (red)

Schiedsrichter Bastian Dankert zeigt ein Handspiel an.
Final-Schiri steht fest
WM-Endspiel mit deutscher Beteiligung: „Wir sind stolz“