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Vorbild Männerfußball Rummenigge will den Frauenfußball mit dieser Änderung revolutionieren

Bayerns Karl-Heinz Rummenigge raucht nach dem 4:0-Sieg im Finale des DFB-Pokals 2010 gegen Werder Bremen beim Bankett des FC Bayern München eine Zigarre.

Karl-Heinz Rummenigge raucht am 15. Mai 2010 genüsslich eine Zigarre. Der FC Bayern hatte zuvor den DFB-Pokal gewonnen.

Karl-Heinz Rummenigge hat viele Jahre die Geschicke des FC Bayern als Vorstandschef geleitet. Jetzt hat er sich Gedanken über die Zukunft des Frauenfußballs gemacht.

Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kann sich auch bei der Frauen-Bundesliga eine Abspaltung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorstellen.

„Genauso wie es im Männerfußball geschehen ist, sollte auch die Frauen-Bundesliga darüber nachdenken, ob sie nicht vielleicht eine Art Frauen-DFL gründet. Der Männerfußball hat sich qualitativ nachhaltig entwickelt, als er sich vom DFB in Richtung Selbstständigkeit gelöst hat“, sagte Rummenigge (66) in Münchner Merkur und tz.

„Verbände sind aus bekannten Gründen immer sehr langsam“

Dies wäre „ein Ansatz, damit sich die Frauen analog dazu ein Stück weit verselbstständigen, schließlich sind Verbände aus bekannten Gründen immer sehr langsam und sehr schwierig in der Entscheidungsfindung. Darüber sollte man nachdenken“, führte Rummenigge weiter aus.

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Unterstützung erhält der frühere Nationalspieler auch von Bayern-Präsident Herbert Hainer. „Der Männerfußball hat gezeigt, dass die Ausgliederung in einen eigenständigen Spielbetrieb Sinn macht und man mit solchen Entscheidungen viel bewegen kann: Die Bundesliga wurde wesentlich professioneller und attraktiver. Daher kann das eine Option sein“, sagte auch er in Merkur und tz.

Man brauche, so Rummenigge, „nur einen Blick auf die britische Insel werfen. Dort wird bereits das getan, was mir vorschwebt. Man hat eine Frauen-Liga gegründet, in der verpflichtend ist, dass die Männer-Teams aus der Premier League, die für die großen Einnahmen verantwortlich sind, eben auch ein Frauen-Team haben, in das sie investieren müssen und nachhaltig entwickeln.“

Es sei kein Zufall, betonte er, „dass der Europameister in diesem Jahr aus England kam. Dasselbe geschieht nun auch in Spanien und in Italien.“ Das Leben für deutsche Teams werde „dadurch nicht leichter“. (sid)

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