Bo Svensson wechselt in seine Heimat: Beim FC Kopenhagen trifft der frühere Bundesliga-Coach auf Youssoufa Moukoko, der auf den großen Durchbruch immer noch wartet.
Einst beim FC im GesprächRettet ein Ex-Bundesliga-Coach jetzt Moukoko?
Der ehemalige Bundesliga-Trainer Bo Svensson hat eine neue Aufgabe!
Und die hat es in sich: Svensson unterschrieb beim dänischen Fußballmeister FC Kopenhagen einen langfristigen Vertrag, wie der Verein mitteilte, ohne Details zur Laufzeit zu nennen. Zuvor hatte der TV-Sender Sky berichtet, das Arbeitspapier sei bis 2031 gültig.
Kopenhagen und Moukoko hoffen auf Svensson-Effekt
„Es ist eine Ehre, zu meinem geliebten Klub zurückzukehren und für den FC Kopenhagen verantwortlich zu sein“, sagte Svensson in der Mitteilung des Vereins. „Ich gehe die Aufgabe mit Demut, aber auch selbstbewusst an.“ Und die wird schwer genug: Der Titelverteidiger und Topklub hatte in Dänemark den Sprung in die Meister-Endrunde überraschend verpasst, rutschte sogar historisch in die Abstiegsrunde ab!
Das Training wird Svensson erstmals am Dienstag (31. März) leiten. „Ein Wechsel ist nötig. Wir müssen Stabilität zurückgewinnen und die Freude am Spiel, damit uns die Fans wiedererkennen“, erklärte Svensson.
Dort trifft Svensson unter anderem auf den ehemaligen deutschen Nationalspieler Youssoufa Moukoko. Der 21-Jährige gilt seit Jahren als großes Talent, auf den großen Durchbruch wartet der Stürmer, der im Sommer 2025 für fünf Millionen Euro von Borussia Dortmund fest nach Dänemark gewechselt ist, aber noch immer.
Dafür sprechen auch die Zahlen der aktuellen Saison. In Zeiten der Krise konnte der Angreifer beim Traditionsklub lediglich vier Tore in 20 Superliga-Einsätzen beisteuern. Immerhin sechs waren es im dänischen Pokalwettbewerb.

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Bo Svensson war zuletzt bei Union Berlin tätig, wird nun wieder Trainer in seiner Heimat Dänemark.
Die Hoffnung ruht nun auch bei ihm auf dem neuen Cheftrainer, der den hochtalentierten, aber zuletzt glücklosen Angreifer im Saisonendspurt wieder zur alten Torgefährlichkeit führen soll.
Der 46-Jährige war auch mal beim 1. FC Köln im Gespräch. Nach der Trennung von Steffen Baumgart Ende 2023 sowie im vergangenen Sommer galt der Däne als möglicher Trainer-Kandidat. Heiß wurde es aber nie. Im Januar 2024 übernahm Timo Schultz die Geschicke beim FC, konnte den Abstieg in die 2. Liga aber nicht verhindern. Im vergangenen Sommer fiel die Wahl bekanntlich auf den mittlerweile wieder entlassenen Lukas Kwasniok.
Für Svensson ist es nach seinen Stationen beim FSV Mainz 05 (2021 bis 2023) und beim 1. FC Union Berlin (2024) die dritte Trainerstation. Zwischen 1999 und 2006 war er als Profi für den Hauptstadtklub aktiv, danach zog es ihn auch als Spieler in die Bundesliga.
In Kopenhagen folgt Svensson auf Jacob Neestrup, von dem sich der Verein am Sonntag nach einer misslungenen Liga-Hauptrunde getrennt hatte. Neestrup wurde seinerseits in der Vergangenheit bereits mit mehreren Bundesligisten, darunter dem VfL Wolfsburg, in Verbindung gebracht. (oke/dpa)

