Bayer Leverkusen hat das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Arsenal mit 0:2 verloren und scheidet somit aus dem Europapokal aus.
Pleite beim FC ArsenalBayer scheidet aus der Champions League aus

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Viktor Gyökeres (l.) von Arsenal und Robert Andrich von Bayer Leverkusen kämpfen um den Ball.
Aktualisiert
Der Traum vom ersten Königsklassen-Viertelfinale seit 24 Jahren ist für Bayer Leverkusen geplatzt. Auch ein überragender Bayer-Keeper Janis Blaswich konnte das 0:2 (0:1) im Achtelfinal-Rückspiel bei Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal nicht verhindern. Damit verbleibt aus deutscher Sicht nur noch der FC Bayern im Champions-League-Wettbewerb.
Nach dem 1:1 im Hinspiel machte der haushohe Favorit, der in der Ligaphase alle acht Spiele gewann, durch Tore von 70-Millionen-Euro-Einkauf Eberechi Eze (36.) und Declan Rice (63.) das Weiterkommen perfekt. Im Viertelfinale treffen die Gunners nun auf Sporting Lissabon. Bayer muss dagegen weiter auf das erste Viertelfinale seit 2002 warten, als Michael Ballack und Co. sogar bis ins Finale gestürmt waren.
Rice und Eze treffen für den FC Arsenal
„Wir fahren dorthin, um eine Runde weiterzukommen. Sonst brauchen wir gar nicht erst anzureisen“, hatte Bayer-Kapitän und Hinspiel-Torschütze Robert Andrich angekündigt. Bis tief in die erste Halbzeit hinein durfte die Werkself auch tatsächlich auf den Coup hoffen, denn Schlussmann Blaswich wuchs mehrmals über sich hinaus und entschärfte mehrere gute Arsenal-Chancen.
Die Engländer präsentierten sich nach dem müden Auftritt vor Wochenfrist in der BayArena, als der Ex-Leverkusener Kai Havertz durch ein Elfmeter-Tor kurz vor Schluss den Ausgleich erzielt hatte, dieses Mal von ihrer besseren Seite. Die Londoner drängten Bayer bis an den eigenen Strafraum zurück, kamen auch dank ihrer Stärken bei den Standards immer wieder zum Abschluss. Hinzu kam, dass die Leverkusener zu schnell die Bälle hergaben und so kaum für Entlastung sorgen konnten.
Der deutsche Nationalspieler Havertz musste sich das Geschehen lange von der Bank aus ansehen. Nach langer Verletzungspause bleiben für den Offensivstar derzeit nur Kurzeinsätze. So auch am Dienstag: In der 69. Minute kam Havertz gegen seinen langjährigen Club ins Spiel und damit zu seinem 100. Auftritt im Arsenal-Trikot.
Erstmals im Blickpunkt stand Blaswich beim Schuss von Leandro Trossard (16.), den der Bayer-Keeper genauso wie einen Freistoß von Rice (23.) und einen guten Abschluss von Bukayo Saka (27.) entschärfte. Die Qualität der Arsenal-Chancen nahm aber zu. Einen Trossard-Schuss entschärfte Blaswich mit einem starken Reflex (29.), kurz darauf war er gleich zweimal zur Stelle, als es im Bayer-Strafraum drunter und drüber ging (32.).
Kurz darauf war es aber doch passiert: Bei einem fulminanten Schuss von Eze, den Arsenal im Sommer von Crystal Palace geholt hatte, war der 34 Jahre alte Keeper chancenlos. Dabei ist Blaswich eigentlich nur der Stellvertreter des derzeit verletzten Stammtorhüters Mark Flekken.
Die Leverkusener mussten sich etwas einfallen lassen, sollte die Europa-Reise in der englischen Hauptstadt nicht enden. Bayer wurde im zweiten Durchgang auch etwas mutiger, es fehlte allerdings die Durchschlagskraft. Besser machten es die Gastgeber: Als Bayer den Ball in der Defensive nicht richtig klären konnte, war Rice von der Strafraumgrenze mit einem platzierten Schuss zur Stelle.
Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand brachte mit Torjäger Patrik Schick seine letzte Trumpfkarte – ohne Erfolg. Stattdessen lag auf der Gegenseite der Ball wieder im Tor, allerdings war Havertz mit der Hand am Ball, sodass der Treffer nicht zählte. Damit bleibt Leverkusen nur noch eine Titelchance: Im DFB-Pokal geht es im Halbfinale gegen den FC Bayern. Arsenal kann indes am Sonntag im Ligapokal-Finale gegen Manchester City den ersten Titel in dieser Saison klarmachen. (dpa)

