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Neue Fifa-SittenWeltmeister erhalten erstmals nicht nur Pokal und Medaillen

Fifa-Präsident Gianni Infantino (r) überreicht US-Präsident Donald Trump den WM-Pokal während einer Ankündigung im Oval Office des Weißen Hauses.

Copyright: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Fifa-Präsident Gianni Infantino (r) überreicht US-Präsident Donald Trump den WM-Pokal während einer Ankündigung im Oval Office des Weißen Hauses.

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Neben Pokal und Medaillen gibt es bei der WM jetzt auch Ringe für die Sieger – ganz nach amerikanischem Vorbild.

Die Fußball-Weltmeisterschaft wird immer amerikanischer!

Nach werbeträchtigen Trinkpausen sowie einer ausufernden Halbzeitshow, die für das WM-Finale geplant ist, hat sich die Fifa eine weitere Neuigkeit ausgedacht, die an den US-Sport erinnert.

„Die Fifa lässt den US-Sport weiter mit dem Fußball verschmelzen“

Der Sieger des Duells Spanien gegen Argentinien am Sonntag in East Rutherford (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) erhält neben Pokal und Goldmedaillen erstmals auch Ringe – eine Tradition der vier großen US-Sportligen NFL, NBA, NHL und MLB.

Jeder Ring zeigt auf einer Seite die WM-Trophäe, auf der anderen die Identität des Siegerteams. Insgesamt 30 Ringe gehen an das Gewinnerteam. Kapitän und Trainer sollen nach dem Spiel eine vorläufige Version erhalten. Später folgen Maßanfertigungen für die WM-Sieger, wie die Fifa mitteilte.

Bemerkenswert ist die limitierte Auflage: Exakt 2.026 nummerierte Ringe werden produziert (Anspielung auf 2026). Denn auch hier wittert die Fifa ein gutes Geschäft: Während 30 an das Team gehen, werden 1.996 Ringe weltweit an Fans als offizielle Lizenzprodukte verkauft. Die Preise stehen noch nicht fest.

Im amerikanischen Sport ist die Ring-Tradition seit Jahrzehnten etabliert. Im Fußball nicht. Allerdings ließen sich Profis wie Paul Pogba und Antoine Griezmann nach Frankreichs Sieg 2018 privat Ringe anfertigen. Jetzt wird das offenbar zur Praxis.

Der „Spiegel“ kommentierte zuletzt kritisch: „Die Fifa lässt den US-Sport weiter mit dem Fußball verschmelzen.“ Tatsächlich prägt die USA-Ausrichtung das Turnier 2026 deutlich!

Neben den Ringen gibt es erstmals eine Halbzeitshow im Finale wie beim Mega-Football-Event „Super Bowl“, die den gewohnten Zeitrahmen von 15 Minuten wahrscheinlich sprengen wird, um zahlreiche Superstars ans Mikrofon zu bringen. Zudem wird mit Donald Trump der US-Präsident den Pokal übergeben.

Die obligatorisch eingeführten Trinkpausen in jedem Spiel, die ungeachtet der Wetter- oder Temperaturlage als Werbeplattformen genutzt werden, passen ebenso ins Bild.

Die Fifa begründete ihr Vorgehen mit gleichmäßigen Bedingungen für alle – doch die finanziellen Möglichkeiten sind kaum von der Hand zu weisen. Nicht nur Fans, sondern auch Spieler wie Holland-Kapitän Virgil van Dijk kritisierten die „Hydration Breaks“ öffentlich.

Welche dieser Neuerungen künftig Standard bei WM-Turnieren sind, erklärte die Fifa bislang nicht. So oder so: Die Final-Sieger am Sonntag werden die ersten Ringträger der WM-Geschichte sein.

Michael Olise im Frankreich-Trikot.
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