„Suppe selbst eingebrockt“Frust im Stall: Müller beim Nachwuchs, die Kollegen beim DFB

Bayerns Thomas Müller reagiert während der Partie.

Thomas Müller konnte die Niederlage gegen Bayer Leverkusen am 19. März 2023 nicht abwenden.

Thomas Müller ist einer von vielen DFB-Stars, die nicht in den ersten Kader der deutschen Nationalmannschaft nach dem WM-Aus in Katar berufen worden sind. Seinen Frust verarbeitet er im Pferdestall.

von Felix Stollenwerk (sto)

Die ersten Länderspiele nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 in Katar stehen an. Im deutschen Kader sind mit Kevin Schade (21, FC Brentford), Mergim Berisha (24, FC Augsburg), Marius Wolf (27, Borussia Dortmund), Josha Vagnoman (22, VfB Stuttgart), Malick Thiaw (21, AC Mailand) und Felix Nmecha (24, VfL Wolfsburg) sechs Neulinge dabei.

Das bedeutet auch, dass einige der arrivierten DFB-Stars daheim bleiben mussten. Während beispielsweise Jonas Hofmann (30) seinen Unmut ausdrückte: „Das muss man natürlich akzeptieren, aber man ist natürlich erstmal enttäuscht“, nahm Thomas Müller (33) die Nicht-Nominierung ganz gelassen. Der 33-Jährige entspannte beim Pferdenachwuchs.

Thomas Müller verdaut Niederlage im Pferdestall

„Ich bin hier bei der Darina zu Besuch, einem ganz jungen Stutfohlen, da kann man super entspannen und ich kann mich gut erholen“, gibt Müller in einer Story auf der Plattform Instagram am Dienstag (21. März 2023) Einblicke in sein Privatleben, während er im Pferdestall sitzt.

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Die DFB-Nicht-Nominierung durch Bundestrainer Hansi Flick (58) schien ihn dabei nicht so sehr zu stören, wie die 1:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen am Sonntag (19. März 2023): „Nachdem wir uns da am Wochenende die Suppe selber eingebrockt haben und in der deutschen Meisterschaft nun nicht mehr Tabellenführer sind, ist das genau die richtige Ablenkung“, sagte Müller.Hier sehen Sie das Instagram-Video von Thomas Müller:

Doch auch zur deutschen Nationalmannschaft äußerte sich der Pferdeflüsterer: „Ich wünsche allen Teamkollegen, allen Nationalspielern und auch dem DFB-Team viel Glück bei den Länderspielen. Ich mache jetzt erstmal ein bisschen Pause und erhole mich gut.“

Flick mit Belastungssteuerung bei DFB-Stars

Nachdem in Folge des WM-Aus in Katar bereits viel über die Zukunft von Thomas Müller im Nationaldress spekuliert worden war, scheint es mittlerweile so, als sei der Raumdeuter weiterhin fester Bestandteil der Planungen von Bundestrainer Flick.

Ähnlich wie bei den anderen gesetzten Stars, wie İlkay Gündoğan (32, Manchester City), Jonas Hofmann (30, Borussia Mönchengladbach), Antonio Rüdiger (30, Real Madrid), Niklas Süle (27, Borussia Dortmund) oder auch Leroy Sané (27, Bayern München) geht es Flick bei Müller wohl eher um die Belastungssteuerung.

„Es kommt auch immer etwas auf den Zeitpunkt an. Und ich bin der Meinung, dass sie in dieser Phase die Zeit besser nutzen können, als bei uns dabei zu sein und nicht zu spielen“, erklärte Flick: „Sie können zu Hause trainieren und etwas den Akku aufladen. Das hat nichts mit der Leistung zu tun, sie haben alle ihre Qualität, die sie schon gezeigt haben und die wir auch brauchen werden. Das habe ich ihnen auch so erklärt, ich habe mit allen gesprochen“, bezog der Bundestrainer bereits Stellung.

Am Mittwoch (22. März) muss aber auch Müller aus dem Entspannungs-Modus im Pferdestall herauskommen. Für ihn geht es dann im Rumpf-Kader der wenigen Nicht-Nationalspieler des FC Bayern München auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße weiter. Dort gilt es, die Grundsteine für eine erfolgreiche Rückeroberung der Tabellenspitze im direkten Duell mit Spitzenreiter Borussia Dortmund am 1. April zu legen.