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In Zweitklassigkeit versunken Felix Magath macht HSV rund: „Lag an der fehlenden Einstellung“

Felix Magath sitzt und gestikuliert mit der rechten Hand.

Felix Magath bei seinem Redaktionsbesuch beim Kicker am 6. August 2020.

Felix Magath hat eine besondere Verbindung zum Hamburger SV: Viele Jahre spielte er dort. Jetzt kritisiert er die Ausrichtung des HSV.

Hamburg. Der HSV steht auf dem zehnten Platz der 2. Bundesliga. Aus fünf Spielen holten die Hanseaten nur einen Sieg, trennten sich dreimal Unentschieden vom Gegner und verloren ausgerechnet das prestigeträchtige Stadtderby beim FC St. Pauli mit 2:3. Nun meldete sich der ehemalige Profi und Trainer des Hamburger SV, Felix Magath (68), zu Wort.

HSV-Trainer Magath unterhält sich mit seinem Spieler Jochen Seitz auf dem Platz.

HSV-Trainer Felix Magath unterhält sich mit Spieler Jochen Seitz am 17. August 1996.

Magath lässt die Verjüngung des Fußball-Zweitligisten nicht als Argument für eine längere Entwicklungsphase gelten. „Man kann auf die Karte Jugend setzen. Aber ich denke nicht, dass man als HSV-Verantwortlicher im gleichen Atemzug sagen kann, aufsteigen wollen wir erst in ein paar Jahren. Ich denke nicht, dass dieses von den Fans hier abgenommen wird und für den HSV sinnvoll ist“, sagte Magath der „Bild“-Zeitung am Montag (6. September 2021).

Magath und die jungen Wilden

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Magath selbst setzte beispielsweise in seiner Zeit als Trainer beim VfB Stuttgart gerne auf junge Talente. Das Team um Kevin Kuranyi, Timo Hildebrand und Philipp Lahm bekam von der Presse damals den Titel „Die jungen Wilden“.

Oberstes Kriterium bei der Verpflichtung eines Spielers ist für Magath die Einstellung. „Für mich schlägt Mentalität Talent. Die Mentalität muss stets der herausragende Faktor bei den Profis sein. Nur wenn man mit großem Willen rangeht, setzt man sich durch“, sagte er. Gerade in dem Mangel an geeigneter Mentalität sieht der 68-Jährige die Ursache für die drei gescheiterten Versuche des Vereins, in die Bundesliga zurückzukehren: „Es lag an der fehlenden Einstellung in der Truppe, dass es nicht hochging.“ Seit 2018 versinkt der HSV nun schon in der Zweitklassigkeit.

Der gebürtige Aschaffenburger Magath spielte zwischen 1976 und 1986 für den HSV. Für Deutschland absolvierte Magath als Mittelfeldspieler 43 Länderspiele und schoss dabei drei Tore. Nach seiner Karriere war er unter anderem auch als Trainer von Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Bayern München, dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 tätig. Anschließend trainierte er auch in England und China. (jm/dpa)

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