Aus dem Veedel zu den Profis Kölner Amateurkicker (27) wird Trainer in der 2. Bundesliga

Drei Fußballer kämpfen bei einem Amateurspiel um den Ball.

Marcus Fritz (r.), hier 2015 im Einsatz für die Reserve von Borussia Lindenthal-Hohenlind in der Kreisliga A, ist seit Sommer 2022 Co-Trainer in der 2. Bundesliga.

Früher im Veedel selbst aktiv, jetzt in der 2. Bundesliga: Der Kölner Amateurfußballer Marcus Fritz lebt seinen Traum.

Das ist mal eine steile Karriere! Von den Sportplätzen im Veedel in die Stadien der 2. Bundesliga – das ist der Weg, den Marcus Fritz, Ex-Amateurkicker aus Köln, erfolgreich bewältigt hat. Seit Sommer 2022 ist er Co-Trainer und Videoanalyst beim SV Sandhausen!

Besonders bemerkenswert: Bereits in jungen Jahren – Fritz ist 27 – geht es in den Profibereich. Der junge Coach ergänzt beim SVS das Trainerteam um Chefcoach Alois Schwartz (55) und wird neben der Arbeit auf dem Platz vor allem für die Videoanalysen zuständig sein.

SV Sandhausen: Ex-Kölner Marcus Fritz wird Co-Trainer in der 2. Bundesliga

„Das ist eine tolle Auszeichnung, dass ich den Job bekommen habe. Ich freue mich extrem auf die neuen Herausforderung und bin den Verantwortlichen sehr dankbar für das Vertrauen”, sagt Fritz, als EXPRESS.de ihn im Trainingslager in Österreich erreicht. Dort bereitet sich Sandhausen, im Vorjahr auf Platz 14, auf die neuen Saison vor.

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Seit 2015 ist Fritz als Videoanalyst tätig, arbeitete unter anderem für den DFB oder Frauen-Bundesligist SC Sand. Jetzt geht mit dem Schritt nach Sandhausen ein Traum in Erfüllung.

Marcus Fritz, Co-Trainer beim SV Sandhausen, steht in Vereinsklamotten auf dem Trainingsplatz.

Marcus Fritz, hier beim Trainingsauftakt des SV Sandhausen im Juni 2022, hat sich mit dem Schritt in den Profifußball einen Traum erfüllt.

„Seit der A-Lizenz 2020 habe ich gemerkt, dass ich Videoanalyse toll finde, aber nicht nur hinter dem Laptop sitzen will. In Sandhausen liegt mein Fokus auf der Analyse, aber es ist toll, dass ich beide Bereiche verbinden kann”, sagt Fritz.

Marcus Fritz war für Lindenthal-Hohenlind und SpVg Porz im Einsatz

Im Kölner Amateurfußball ist der 27-Jährige kein unbekanntes Gesicht. Jahrelang ging er als Linksverteidiger bei Borussia Lindenthal-Hohenlind an den Start, nach der SpVg Porz kamen im Anschluss bei Glesch/Paffendorf und Frechen 20 noch Stationen außerhalb der Stadtgrenze dazu.

Ob er sich von seinen Amateurcoaches sogar etwas abschauen konnte? „Ich bin jemand, der sich aus vielen Einflüssen etwas abschaut und es liebt, Feedback zu bekommen. Aber welche Art Trainer ich bin, kann ich noch gar nicht sagen. Ich bin noch jung, muss noch viel lernen und mich weiterentwickeln. Hier habe ich die Chance.”

In Sandhausen trifft er unterdessen auch auf ehemalige Bundesliga-Spieler, unter anderem Dennis Diekmeier (u.a. Hamburger SV) und Alexander Esswein (u.a. Hertha BSC). Auch über Köln kann er sich austauschen, zum Beispiel mit Ex-Fortuna-Star Julius Biada.

Übrigens: Auf ein kurioses Spiel dürfen sich Fritz und ein ehemaliger Wegbegleiter im Oktober 2022 freuen: Dann trifft der SV Sandhausen auf den SC Paderborn mit dem neuen Co-Trainer Alexander Otto. Der war Trainer von Fritz bei seiner Station bei Viktoria Glesch/Paffendorf in der Landesliga ...

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