Robert Glatzel ist beim Hamburger SV aktuell unzufrieden. In einem Interview hat der Stürmer nun seinen Frust rausgelassen. Sucht sich der 32-Jährige im Sommer eine neue Herausforderung?
Klub wusste nicht BescheidHSV-Star mit Frust-Interview – Sommer-Abgang?

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Damion Downs und Robert Glatzel (r.) beim Spiel des Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach.
Mit seiner Rolle ist er beim Aufsteiger überhaupt nicht zufrieden! Angreifer Robert Glatzel (32), der früher mit 73 Toren in 115 Partien als Held gefeiert wurde, findet sich in der Stürmer-Hierarchie nur noch auf dem fünften Rang wieder.
Er musste beim 1:1 gegen Köln die gesamte Spieldauer zusehen, stattdessen bekamen Ransford Königsdörffer (24) und Damion Downs (21) ihre Chance. Dem erfahrenen Spieler reicht es nun: Ein Interview in der „Hamburger Morgenpost“, das nicht vom Verein abgesegnet war, sorgt für mächtig Wirbel.
HSV: Robert Glatzel mit seiner Spielzeit unzufrieden
Glatzel betonte: „Ich will einfach nur mal ein paar Dinge loswerden und mich positionieren.“ Der Stürmer erzählt von einer Unterhaltung mit Coach Merlin Polzin (35) im Anschluss an die Partie gegen Leverkusen, in der er eine Begründung für seinen Platz auf der Ersatzbank forderte. Eine Verbesserung seiner Lage trat jedoch nicht ein. „Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich allerdings nicht verständlich.“ Das berichtet „bild.de“.
Die Ursache für Glatzels Zurückstufung liegt anscheinend in der veränderten strategischen Marschroute seit dem Aufstieg in die Bundesliga. Das Gespann der Trainer, Polzin und sein Kollege Loic Favé (33), favorisiert einen anderen Typ von Stürmer.
Gesucht werden flinke Spitzen, die viel für die Defensive arbeiten und den Gegner früh unter Druck setzen. Glatzel, der mit einem Top-Speed von etwa 30,5 km/h zu den weniger schnellen Spielern im Team zählt, hat mit diesen neuen Vorgaben wohl seine Probleme.
Diese Lage ist für den Angreifer kaum auszuhalten. „Das ist maximal frustrierend“, sagt Glatzel. Er betont, dass er bei fünf der vergangenen sieben Spiele die gesamte Zeit nur Zuschauer war, obgleich er laut eigener Einschätzung wieder „zu 100 Prozent fit“ ist. Seine Haltung ist unmissverständlich: „Klar ist, dass ich der Mannschaft helfen kann und das auch schon bewiesen habe – auch in dieser Saison trotz der wenigen Möglichkeiten. Ich sitze nicht draußen, weil ich schlecht gespielt habe.“
Dieser Vorstoß von Glatzel in die Öffentlichkeit ist für den HSV eine brisante Angelegenheit. Zwar steht der Neuling in der Liga mit 30 Zählern aus 26 Partien solide da und besitzt mit lediglich neun Gegentreffern in neun Begegnungen die stärkste Defensive der Rückserie, doch das Gespräch heizt die Debatten der Anhänger über die Besetzung im Angriff an.
Glatzel, dessen Kontrakt bis 2027 gültig ist, macht zwei Monate vor dem Ende der Spielzeit seine Position klar: Seine Unzufriedenheit ist groß und er zeigt sich empfänglich für Offerten von anderen Vereinen. (red)
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