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KFC Uerdingen versinkt im Chaos Nach Trainer-Wutrede: Kommt Investor Ponomarev zurück?

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Mikhail Ponomarev steht beim KFC Uerdingen offenbar vor einer Rückkehr als Investor. Das Foto zeigt den Geldgeber im Mai 2019 auf einer Pressekonferenz des Klubs.

Krefeld – Dem KFC Uerdingen steht das Wasser seit Monaten bis zum Hals. Neben dem sportlichen Abstiegskampf in der 3. Liga sorgen auch die anhaltenden finanziellen Turbulenzen für Existenzängste im Umfeld. Trainer Stefan Krämer (53) klagte am Sonntag von Bedingungen „wie bei einer schlechten Betriebsmanschaft“.

  • Finanzielle Probleme beim KFC Uerdingen immer größer
  • Sorgt Mikhail Ponomarev für kurzfristige Rettung?
  • Trainer Stefan Krämer fühlt sich wie bei „Betriebsmannschaft“

Ausgerechnet Ex-Präsident und Geldgeber Mikhail Ponomarev könnte jetzt kurzfristig als Retter einspringen. Die Krefelder sorgten am Montag mit einer Mitteilung zumindest für etwas Beruhigung.

KFC Uerdingen: Sportliche und finanzielle Sorgen ohne Mikhail Ponomarev

Durch die 1:2-Heimpleite im Kellerduell gegen den MSV Duisburg war der Chaos-Klub am Sonntag auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht. Die Zukunft in Liga drei steht mehr denn je auf der Kippe. Denn klar ist: Ohne einen neuen Geldgeber belasten Uerdingen noch in der laufenden Saison massive finanzielle Sorgen.

Immerhin: Fürs Erste ist die Finanzierung laut Vereinsangaben gesichert. „Der aktuelle Drittliga-Spielbetrieb ist vorerst gesichert, die anstehenden Partien des KFC Uerdingen finden statt“, hieß es in einer Mitteilung vom Montag. Auch der Antrag für ein weiteres Jahr in der 3. Liga sei fristgerecht eingereicht worden.

„Gespräche und Bemühungen darüber hinaus laufen weiterhin“, betonte Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth. Er hatte die Mitarbeiter zuvor über den aktuellen Stand informiert. Ob die Wasserstandsmeldung für die gesamte Saison galt oder nur für den laufenden Monat, wurde aus der Mitteilung nicht deutlich.

KFC Uerdingen: Mikhail Ponomarev könnte kurzfristig für Entlastung sorgen 

Ob die positiven Entwicklungen mit der vom „Kicker“ vermeldeten Möglichkeit einer Rückkehr Ponomarevs zusammenhing, blieb zunächst offen.

Seit Sonntag gibt es Spekulationen, der Russe könne erneut Geld in die Hand nehmen, um wenigstens die Zeit bis Saisonende zu überbrücken. Damit könnte die Zahlung laufender Kosten sowie die Lizenzierung für die neue Saison gewährleistet werden.

Doch die Zeit läuft: Die anfallenden Kosten ab März müssen bedient werden, dafür braucht es externe Hilfe. Laut Bericht hat der Verein bereits die maximal möglichen drei Monate Insolvenzgeld erhalten und ist damit ab sofort auf neue Finanzströme angewiesen.

KFC Uerdingen: Massive Geldprobleme nach Abgang von Mikhail Ponomarev

Zunächst geht es daher um die kurzfristige Rettung. Von der langfristigen Finanzierung hängt anschließend ab, ob Uerdingen im Falle eines Klassenerhalts überhaupt die Mittel für ein weiteres Jahr in der 3. Liga hätte.

Der Abschied von Mikhail Ponomarev war mit dem Verkauf seiner Vereinsanteile an Investoren aus Armenien eigentlich besiegelt. Doch weil Vertreter der Noah Company seit dem Deal Anfang Februar noch keinen Finger rührten und sich nicht einmal in Uerdingen blicken ließen, könnte der russische Geldgeber ein letztes Mal einspringen.

Zwar hatte es auch unter seiner Führung regelmäßige Eskapaden und Turbulenzen gegeben. Doch Zustände, wie am Sonntag vom sichtlich aufgebrachten Krämer geschildert, sind selbst für Uerdinger Verhältnisse Neuland.

KFC Uerdingen: Mikhail Ponomarev könnte Trümmerhaufen retten

„Wir haben keine anständigen Trainingsbedingungen, die Spieler kaufen ihr Wasser selbst, die Physios müssen ihr Massage-Öl selbst kaufen, wir haben kein Schneide-Programm mehr für Analysen, die Spieler kriegen seit Monaten kein geregeltes Gehalt“, beklagte Krämer bei „MagentaSport“ nach der Niederlage gegen Duisburg.

Stefan_Krämer_KFC

Trainer Stefan Krämer, hier im Juli 2020, machte am Sonntag mit einer Wutrede auf die Zustände beim KFC Uerdingen aufmerksam.

Das Spiel wurde im etwa 200 Kilometer entfernten Lotte bei Osnabrück ausgetragen. Der KFC darf wegen ausbleibender Zahlungen für die Stadionmiete inzwischen nicht mehr im eigentlichen Ausweichquartier in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena spielen.

Die Vorkommnisse zeigen: Für den früheren Bundesligisten geht es inzwischen nicht nur um Punkte, sondern das nackte Überleben. (bc)

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