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„Dorfverein besser geführt“ Ingolstadt-Fans verhöhnen eigenen Klub nach Schubert-Aus – Nachfolger gefunden

André Schubert applaudiert den Fans

André Schubert, hier während des Zweitliga-Spiels beim Hamburger SV am 28. November 2021, musste beim FC Ingolstadt nach neun Spielen seinen Hut nehmen.

Der FC Ingolstadt hat mit André Schubert bereits den zweiten Coach der laufenden Saison verschlissen. Bei den Fans stößt die Entscheidung auf großes Unverständnis.

Es war der große Paukenschlag beim FC Ingolstadt: Am Mittwoch (8. Dezember 2021) feuerte der bayrische Zweitligist seinen Coach André Schubert (50) – nach nur neun Spielen. Bereits am Abend präsentierte der Verein einen neuen Coach: Rüdiger Rehm (43), zuletzt lange Jahre und bis Oktober dieses Jahres beim SV Wehen Wiesbaden tätig, übernimmt.

Rüdiger Rehm an der Seitenlinie

Rüdiger Rehm, hier im Spiel beim MSV Duisburg als Coach des SV Wehen Wiesbaden am 25. August 2021, übernimmt bei Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt.

Das Schubert-Aus war derweil bereits der zweite Trainer-Rauswurf der laufenden Saison bei den „Schanzern“: Ende September hatte der FCI bereits Chefcoach Roberto Pätzold (42) freigestellt. Nachfolger Schubert konnte das Ruder anschließend auch nicht herumreißen, holte nur drei Punkte aus acht Liga-Spielen (kein Sieg). Ingolstadt ist mit sieben Zählern nach 16 Partien Schlusslicht der 2. Bundesliga. Im DFB-Pokal war der FCI mit Schubert an Borussia Dortmund gescheitert.

FC Ingolstadt wirft Coach André Schubert raus – Fans reagieren

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Allerdings hatte Schubert während seiner Amtszeit auch mit zahlreichen Verletzten und Corona-Ausfällen zu kämpfen. Am vergangenen Samstag musste er im Gastspiel beim FC Hansa Rostock (1:1) sogar diverse Jugendspieler aufbieten. Insgesamt hatte der Klub zuvor 15 Corona-Ausfälle im Team und Mitarbeiterstab zu beklagen.

Dass Schubert jetzt gehen musste, scheint bei vielen Ingolstädter Anhängern auf großes Unverständnis zu stoßen. Zahlreiche Fans machten ihrem Ärger über die Entscheidung in den sozialen Netzwerken Luft.

Viele schießen dabei gegen die Vereinsführung des FC Ingolstadt um den langjährigen Vorstandsboss Peter Jackwerth (64) und Ex-HSV-Manager und Sportchef Dietmar Beiersdorfer (58).

FC Ingolstadt: „Trainer sind die ärmsten Schweine“

„Die Trainer sind in dem Verein die ärmsten Schweine“, kommentiert ein Fan auf Facebook. „Und das sage ich als Ingolstädter. Schämt euch! Von Tuten und Blasen keine Ahnung! Man sollte woanders anfangen zu wechseln.“ Viele weitere User sehen es ähnlich. „Der (aktuelle) Trainer konnte aktuell wahrscheinlich am wenigsten dafür“, schreibt ein Anhänger und ergänzt: „Wer soll hier noch was retten? Wer will hier noch spielen? Was wollt ihr den treuen Fans denn noch alles zumuten?“ Und auch Jackwerth & Co. bekommen ihr Fett weg: „Ein Armutszeugnis in höchster Ausprägung für eine desolate, uneinsichtige und unprofessionelle Vereinsführung!“, heißt es in dem Beitrag.

„Wer aus der Vorstandschaft geht mit?“, fragt ein anderer Fan und ergänzt: „Die haben doch den Schlamassel zu verantworten. Aber anstatt Konsequenzen zu ziehen und sich an die eigene Nase zu fassen, ist der Trainer schuld.“ Ein weiterer Anhänger scheint völlig resigniert zu haben: „Wir werden immer mehr zur Lachnummer der Nation! An Unvermögen sind alle Entscheidungen nach dem Aufstieg nicht mehr zu toppen!“ Ein anderer meint: „Ernsthaft? André Schubert muss seit Wochen schauen, dass er überhaupt Spieler zur Verfügung hat, holt in Rostock einen Punkt, mit dem wirklich niemand gerechnet hat und das ist der Dank dafür?“

Für viele Fans der Hauptgrund für die sportliche Misere: die Kaderplanung. „Der Trainer kann nix für den Kader! Das haben andere zu verantworten“, schreibt ein Fan. Ein anderer meint: „Der Verein macht sich immer lächerlicher! Die können Hansi Flick hinstellen und dieser holt mit der Mannschaft auch nichts.“

Angesichts des Trainer-Verschleißes flüchten sich manche Anhänger schon in Sarkasmus. „Jeder Dorfverein wird besser geführt und professioneller“, meint einer. „Irgendwann schafft's ein Trainer nicht mehr bis Ingolstadt, der wird schon auf der Fahrt hierher gefeuert“, schreibt ein anderer User auf Facebook. (kos)

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