Ganzes Stadion trägt Schwarz Emotionaler Seeler-Abschied – aber HSV patzt auf dem Rasen

Der Hamburger SV hat Uwe Seeler vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock in einem würdigen Rahmen verabschiedet. Der Tod seiner Vereins-Legende hatte den HSV zutiefst geschockt.

Fußball-Deutschland nimmt Abschied von Uwe Seeler (✝85). Nach dem Tod der Fußball-Legende am Donnerstag (21. Juli 2022) stand der Zweitliga-Spieltag ganz im Zeichen der Trauer um einen der Größten des Landes. Besonders emotional fiel der Abschied von „Uns Uwe“ am Sonntag bei seinem HSV aus.

Ein ganzes Stadion inklusive großer Choreografie in Schwarz, donnernder Applaus von den Rängen und der Schriftzug „Uns Uwe“ statt des Sponsoren-Aufdrucks auf der Trikot-Brust: Der Hamburger SV bereitete dem Abschied von seinem bekanntesten Gesicht vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock einen würdigen Rahmen.

Allerdings: Einen Sieg konnten die aktuellen Seeler-Erben dem verstorbenen Klub-Idol nicht schenken. Der HSV drängte bis zuletzt auf den Sieg, es schien jedoch alles auf eine Nullnummer hinauszulaufen. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Kevin Schumacher (24) den HSV dann sogar ins Mark und sicherte Hansa den 1:0-Auswärtssieg.

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„Loyal und bescheiden – der größte aller Zeiten“, hieß es auf einem Banner auf der Nordtribüne, das Seeler nicht besser hätte beschreiben können. Vor der Bronze-Statue mit dem überdimensionalen Fuß von Seeler hatten zahlreiche Fans zuvor außerhalb des Stadions Kerzen, Schals, Fahnen und Blumenkränze niedergelegt.

„Uns Uwe – Sportler. HSVer. Mensch“, stand im weiten Rund des Volksparkstadions geschrieben, das nach dem Willen vieler Verantwortlicher rund um den Verein künftig nach Seeler benannt werden soll.

Die Eindrücke der Abschieds-Zeremonie vor dem ersten Heimspiel der Saison in der 2. Bundesliga lassen erahnen, dass kaum einer beim HSV etwas dagegen haben dürfte. Auch Mäzen Klaus-Michael Kühne (85), der die Namensrechte für drei Millionen Euro pro Jahr erworben hat, ließ bereits seine Bereitschaft zur Anpassung anklingen.

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Nicht nur HSV-Trainer Tim Walter (46) wirkte bei den Abschiedsworten des früheren Stadionsprechers Jo Brauner (84) sichtlich ergriffen. „Es tut richtig weh“, sagte Präsident Marcell Jansen (36), der die Stadion-Umbenennung zu gegebener Zeit angehen will.

Beide Mannschaften stellten sich während der Worte von Brauner gemeinsam auf, auch die rund 6000 mitgereisten Fans von Hansa Rostock zeigten sich fair und lauschten andächtig. (bc)

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