Hoeneß attackiert FIFA: "WM darf kein Super Bowl werden!"
Hoeneß attackiert die FIFA„Das WM-Endspiel darf nicht wie der Super Bowl werden“

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Stichelt wieder gegen Julian Nagelsmann: Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. (Archivbild)
Uli Hoeneß rechnet mit der FIFA ab! Die Ticketpreis-Strategie für die bevorstehende Weltmeisterschaft stößt bei ihm auf totale Ablehnung. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ polterte der Ehrenpräsident des FC Bayern München: „Was bei der FIFA gerade passiert mit den Preisen für die Weltmeisterschaft in den USA, das lehne ich total ab. Das hat nichts mehr mit dem Fußballgeschäft zu tun, wie ich es mir wünsche“.
Für Hoeneß steht fest, dass der Fußball seine Identität nicht verlieren darf. Sein eindringlicher Appell: „Das WM-Endspiel darf nicht wie der Super Bowl werden.“ Er berichtet von einer Begegnung, die ihm die Augen öffnete: Jemand schaute das NFL-Finale aus der Loge eines Milliardärs – zu einem Preis, der einem den Atem raubt.
Hoeneß schockiert über Super-Bowl-Wahnsinn: „Spiel gar nicht angeschaut“
Die unfassbaren Zahlen, die Hoeneß nannte: „Die Loge hat für den einen Tag 1,5 Millionen Dollar gekostet. Für 20 Leute. Also 75.000 Dollar pro Person.“ Sein ernüchterndes Urteil über die Gäste: „Teilweise haben die das Spiel gar nicht angeschaut. Und das Wichtigste war natürlich die Halbzeitshow.“
Wie ernst die Lage ist, zeigt ein Blick auf die FIFA-Wiederverkaufsplattformen. Dort tauchten vor Kurzem vier Eintrittskarten für das WM-Endspiel auf – für einen Stückpreis von beinahe 2,3 Millionen Dollar. Aber auch die regulären Preise sind gesalzen: Für das Auftaktmatch der USA am 12. Juni in Los Angeles gegen Paraguay muss man für die letzten verfügbaren Tickets zwischen 1.120 US-Dollar (umgerechnet 950 Euro) und 2.735 US-Dollar (etwa 2.325 Euro) hinlegen. Trotz der massiven Kritik verteidigte FIFA-Präsident Gianni Infantino diese Preisstrategie kürzlich als dem Markt entsprechend.
„Darauf bin ich sehr stolz“: Hoeneß mit klarer Kante
Hoeneß kontert und zieht den Vergleich zum FC Bayern. Bei seinem Klub existieren neben den kostspieligen VIP-Karten auch Saisontickets für lediglich 175 Euro. „Darauf bin ich sehr stolz. Ich möchte nicht, dass Fans, die kein so großes Einkommen haben, sich das nicht mehr leisten können“, stellt der einstige Manager des deutschen Rekordmeisters klar.
Seine Botschaft könnte nicht deutlicher sein: „Auch ihnen oder gerade ihnen gehört der Fußball. Es darf nicht sein, dass sie sich einen Fußballbesuch nur leisten können, wenn sie dafür beim Essen oder beim Urlaub sparen. Ein Fußballspiel muss immer möglich sein.“ (dpa/red)
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