Warmer Geldregen nach EMUefa zahlt erstmals Millionen-Betrag an Frauen-Klubs

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (2.v.l.) klatscht nach dem 4:0-Sieg mit Deutschlands Giulia Gwinn ab.

Jubel bei der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft, hier am 8. Juli 2022 bei der EM in England gegen Dänemark (4:0). Die Uefa hat Anfang 2023 erstmals Abstellungsgebühren ausgeschüttet.

Warmer Geldregen für die Klubs in der Frauen-Bundesliga. Nach der erfolgreichen Europameisterschaft 2022 schüttet die Uefa einen Millionen-Betrag aus.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat im Sommer 2022 die Massen begeistert. Jetzt gibt es für die Vereine der Bundesliga eine weitere tolle Belohnung.

Wie am 12. Januar 2023 bekannt wurde, schüttet die Europäische Fußball-Union (Uefa) einen Millionenbetrag nach dem Turnier in England aus. Der Kontinentalverband hat demnach rund um die Frauen-EM über 4,3 Millionen Euro Abstellungsgebühren an die 221 beteiligten Vereine in 17 Ländern überwiesen.

Frauen-EM: Uefa schüttet erstmal Millionen-Betrag aus

Es ist ein weiteres Novum, denn die Uefa hat erstmals im Frauenfußball diese Gebühren ausbezahlt. Bisher war diese Zahlung nur den Männern vorbehalten.

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Das meiste Geld (879.500 Euro) ging nach England, Deutschland folgt mit 744.500 Euro auf Platz zwei vor Frankreich (439.000 Euro). Die größte Summe in Deutschland ging an Meister VfL Wolfsburg (235.500 Euro). Bayern München (180.000 Euro) und Eintracht Frankfurt (142.500 Euro) folgen auf den Rängen zwei und drei. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Ein warmer Geldregen nach der erfolgreichen EM, bei der die deutschen Frauen Zweiter hinter England wurden.

Im Finale hatten die DFB-Damen zudem für einen Rekord gesorgt: Das Endspiel am 31. Juli 2022 schauten 17,952 Menschen in der ARD – das waren 517.000 Zuschauerinnen und Zuschauer mehr als beim meistgesehenen Männer-Spiel, dem WM-Aus am 1. Dezember in Katar. 17,435 Millionen Menschen schalteten beim Katar-Abschied (trotz 4:2-Sieg gegen Costa Rica) des DFB-Teams in der ARD ein.

Die 1:2-Niederlage des Teams von Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54) erreichte damit die höchste TV-Quote deutscher Fußballspiele im Jahr 2022. Erstmal hatte ein Frauen-Länderspiel am Jahresende im Quotenrennen die Nase vorne.

TV-Quoten, Uefa-Prämien, TV-Verträge – die Frauen holen immer weiter auf. Zuletzt gab es auch einen neuen Fernsehvertrag für die Bundesliga. Ligaspiele werden künftig auf mehreren Sendern gezeigt. Die Erlöse stiegen um sagenhafte 1600 Prozent auf 5,175 Millionen Euro pro Saison. (ubo, sid)