Aufschwung gestoppt: Am 19. Spieltag der 2. Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf bei Hannover 96 verloren.
„Interessiert mich überhaupt nicht“Fortuna stürzt wieder auf Abstiegsplatz ab
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Die Stimmung bei Fortuna Düsseldorf war in den vergangenen Wochen richtig gut. Vor Weihnachten der Heimsieg gegen Greuther Fürth (2:1), zum Jahresauftakt der Erfolg gegen Arminia Bielefeld (1:0).
Damit hatte die Mannschaft von Trainer Markus Anfang den Sprung von Relegationsplatz 16 auf Rang 14 geschafft. Doch der Aufwärtstrend ist nach der Pleite in Hannover erst mal zu Ende. Fortuna ist nach der 1:2-Niederlage wieder auf Rang 16 abgestürzt.
Markus Anfang reagiert genervt auf Frage
Auf die Frage, wie sehr ihn dieser Fakt aktuell beschäftigt, antwortete Anfang etwas genervt: „Gar nicht, das interessiert mich überhaupt nicht gerade. Mich interessiert nur, wie wir Punkte holen können“, machte er deutlich und ergänzte: „Ich brauche mir nicht jedes Mal die Tabelle anzugucken.“
Fortuna hat sich auf Abstiegskampf bis zum Ende eingestellt. „Es bringt uns nichts, wir müssen uns auf die Spiele konzentrieren. Es ist ärgerlich heute“, sagte Anfang und meinte: „Ich glaube nicht, dass wir die schlechtere Mannschaft waren heute. Wir haben gegen einen Top-Favoriten um den Aufstieg gespielt.“
Der es in Überzahl aber nicht wirklich gut löste. Mit etwas mehr Gefahr vor dem Kasten wäre auch in Unterzahl noch ein Punkt für Fortuna drin gewesen. Elias Egouli, der das Tor zum 1:2 erzielt hatte (49.), war in der 59. Minute mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Den fälligen Foulelfmeter verschoss Boris Tomiak.
Und auch über die Gegentore darf sich die Mannschaft zu Recht ärgern: „Beide Halbzeiten sind gleich gestartet. Wir sind zweimal nicht mit dem Gegenspieler mitgegangen und laufen dann einem 0:2-Rückstand hinterher“, kritisierte der Trainer.
Daisuke Yokota traf im ersten Durchgang nach vier Minuten. Zwei Minuten nach der Pause war es Benjamin Källman, der Hannover mit 2:0 in Führung brachte.
Den Kopf steckt aber keiner so schnell in den Sand. „Dass nach einer Niederlage die Stimmung nicht mehr so gut ist wie nach zwei Siegen, ist klar“, deutete Sportvorstand Sven Mislintat nach der Partie an und gab sich kämpferisch: „Wir werden weiter daran arbeiten, dass wir es gegen Paderborn wieder drehen.“

