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Düsseldorf im Pokal-FieberFC, Bayer & Gladbach nur auf der Couch: Rettet Fortuna die Rheinland-Ehre?

Die Spieler von Fortuna Düsseldorf klatschen sich im DFB-Pokalspiel bei Jahn Regensburg nach einem Treffer ab.

Das Viertelfinale im Blick: Dawid Kownacki (l.) und Fortuna Düsseldorf kämpfen am Mittwochabend (8. Februar 2023) beim 1. FC Nürnberg um den Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals.

Fortuna Düsseldorf tritt im Achtelfinale des DFB-Pokals beim 1. FC Nürnberg an. Dabei steht auch die rheinische Fußball-Ehre auf dem Spiel. Die drei benachbarten Bundesligisten sind bereits allesamt raus.

von Anton Kostudis (kos)

Es ist der erste große Showdown in der Woche der Wahrheit: Am Mittwochabend (8. Februar 2023, 18 Uhr) kann Fortuna Düsseldorf beim 1. FC Nürnberg den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals klarmachen.

Nicht nur sportlich und finanziell würde ein Weiterkommen den Düsseldorfern einen enormen Schub geben – es wäre auch ein toller Erfolg fürs Prestige. Denn: Fortuna kann im Pokal die Rheinland-Ehre retten!

Fortuna Düsseldorf kann im Pokal die Rheinland-Ehre retten

Zur Erinnerung: Alle anderen rheinischen Klubs sind in dieser Saison schon aus dem Pokal-Wettbewerb geflogen, blamierten sich jeweils als Favorit gegen unterklassige Gegner. Fortuna wiederum ist weiter mit dabei. Das freut natürlich auch Coach Daniel Thioune (48).

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Genugtuung gegenüber den gescheiterten Nachbarn empfindet der Düsseldorf-Trainer jedoch nicht. „Wir gucken gar nicht, was die anderen Vereine um uns herum machen. Die sehen wir ja selten, weil sie sich leider Gottes in einer anderen Liga bewegen. Klar sind sie im Pokal nun nicht mehr mit dabei. Aber das hat ja auf unser Spiel morgen keinen Einfluss“, erklärte der Coach. Dennoch schob Thioune mit einem Augenzwinkern nach: „Wir würden uns freuen, im Pokal noch länger die rheinischen Farben zu vertreten, und insbesondere unsere rot-weißen.“

Fakt ist: Wenn am Mittwochabend im Nürnberger Max-Morlock-Stadion das Flutlicht angeht, können die Kölner, Gladbacher und Leverkusener nur noch von der Couch aus zusehen, wie die Viertelfinal-Tickets vergeben werden. Das dürfte die drei gescheiterten Bundesliga-Schwergewichte zweifelsfrei wurmen...

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Die drei Rheinland-Erstligisten hatten jeweils echte Pokal-Debakel erlebt: Den FC und Bayer erwischte es bereits in der ersten Runde: Köln unterlag Fortunas Zweitliga-Rivale Jahn Regensburg nach einem Elfer-Drama (5:6 n.E.), Leverkusen blamierte sich beim Drittliga-Aufsteiger SV Elversberg bis auf die Knochen (3:4). Gladbach wiederum musste in Runde zwei nach einem 1:2 beim damaligen – wie heutigen – Zweitliga-Spitzenreiter Darmstadt 98 die Koffer packen.

Anders die Fortuna. Düsseldorf behielt sowohl bei Regionalligist Kickers Offenbach (4:1) als auch anschließend bei Köln-Schreck Regensburg (3:0) die Nerven. „Wir haben unsere bisherigen Aufgaben gut gelöst. Dann fängt man natürlich an zu träumen“, so Thioune. Der Coach weiter: „Träumen ist sicher auch erlaubt, wenn man das Los eines Zweitligisten erhält. Ohne Nürnberg abzuwerten. Aber ich glaube, die Trauben hängen in Dortmund, Leipzig und München etwas höher.“

Am Ende entschied das Los: Fortuna greift beim „Club“ nach dem Viertelfinal-Ticket! In Nürnberg kann Fortuna dabei auf die Unterstützung von 1250 Auswärts-Fans bauen. Knapp 27.000 Karten waren am Dienstag insgesamt weg. Es dürfte also eine rassige Pokal-Atmosphäre herrschen. Thioune warnt daher: „In Nürnberg kann es genauso schwer werden wie bei einem Auftritt in München. Weil sie auch unbedingt weiterkommen wollen.“

Am Ende will aber Fortuna jubeln. „Natürlich geben wir uns unseren Träumen hin. Und das ist der Anlass, morgen alles dafür zu tun“, forderte Thioune von seinem Team. „Es ist ein Spiel fürs Selbstvertrauen, fürs Portemonnaie, für den gesamten Verein, aber eben auch fürs Gefühl.“

Ein Weiterkommen wäre nicht zuletzt ein Erfolg fürs Fußball-Rheinland. Und wer weiß: Vielleicht drückt der eine oder andere Fan aus dem Nachbar-Lager den Düsseldorfern ja sogar heimlich die Daumen.