Fortuna  Eine Sache ärgert Rösler maßlos: „Müssen uns da anders anstellen!“

Rösler-Gestik

Fortuna-Trainer Uwe Rösler will in der Länderspielpause einige Baustellen beackern.

Düsseldorf – Acht Punkte aus sieben Spielen, Platz 13 – Fortuna Düsseldorfs Bilanz aus den ersten Zweitliga-Wochen liest sich recht mager, wenn man bedenkt, dass das Ziel die Bundesliga-Rückkehr sein soll. Der Absteiger ist auch nach dem 1:1 in Nürnberg nicht richtig in der Liga angekommen.

In der zweiwöchigen Länderspielpause hat Uwe Rösler (51) nun die Chance, die Mannschaft weiter zu entwickeln. EXPRESS zeigt auf, an welchen Schwächen der Trainer mit dem Team arbeiten muss.

Mehr Entschlossenheit im Mittelfeld und im Angriff: „In der Schlussphase haben wir drei, vier überragende Konterchancen, davon müssen wir eine setzen, wenn man die Qualität hat und oben mitspielen möchte“, ärgerte sich Rösler über den vergebenen ersten Auswärtssieg.

Insgesamt sieht man der Elf an, dass sie auch nach acht Ligaspielen in der Offensive noch nicht eingespielt ist. Spieler wie Kristoffer Peterson (26), Brandon Borello (25) oder Jakub Piotrowski (23) merkt man die fehlende Spielpraxis deutlich an.

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Zudem fehlt mit Edgar Prib (30) seit dem Saisonstart der spielerische Taktgeber und die ordnende Hand im Mittelfeld.

So kommen zu wenige Flanken in den Strafraum, in dem Rouwen Hennings (33) und Kenan Karaman (26) zumeist in der Luft hängen. Der türkische Nationalspieler rettete mit seinem zweiten Tor den Punkt in Nürnberg. Aber: Nur Schlusslicht Würzburg (6) hat weniger Tore erzielt als Fortuna (7).

Disziplin und Cleverness im eigenen Strafraum: Drei Platzverweise und fünf Strafstöße wurden schon gegen Rot-Weiß verhängt. Dabei musste Fortuna in jedem der vier Auswärtspartien einen Elfmeter gegen sich hinnehmen. Da waren drei bittere Entscheidungen aus Düsseldorfer Sicht dabei.

Nürnberg-Elfer

Manuel Schäffler brachte den 1. FC Nürnberg gegen Düsseldorf per Handelfmeter in Führung.

„Fakt ist, sowohl in Hamburg als auch in Kiel waren es zweifelhafte Pfiffe. Und der letzte nun in Nürnberg war auch hart. Nur der Strafstoß in Hannover war glasklar“, ärgerte sich Rösler, wusste aber auch: „Wir müssen uns da aber auch anders anstellen. Wir dürfen nicht in jeder Begegnung einen Elfmeter gegen uns bekommen, sonst wird es schwer, Spiele zu gewinnen.“

Mehr Tempo und Kreativität: Fortunas Angriffe sind häufig zu statisch und für den Gegner vorhersehbar. So ist es relativ einfach, die spielerischen Ansätze zu unterbinden, zumal auch die Passquote zu wünschen übrig lässt.

Bei Fortuna Düsseldorf fehlen die Automatismen

Außerdem fehlt oft das Tempo und der letzte entscheidende Pass in die Spitze. Da müssen im Training nun die Automatismen entwickelt werden.

„Mich interessieren im Moment nur Punkte. Sicherheit und Selbstvertrauen holst du nur durch Siege. Und mit vier Punkten können wir ein wenig entspannter in die Pause gehen“, sagte Rösler. „Jetzt heißt es für uns: Mund abputzen, fleißig sein und in der Pause hart arbeiten. Damit wir gegen Sandhausen wieder punkten.“

Das sieht auch Innenverteidiger Christoph Klarer (20) so: „Wir haben noch Sachen, an denen wir arbeiten müssen. Das werden wir in der Länderspielpause tun und uns gegen Sandhausen wieder verbessert zeigen.“

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