Bei der Fortuna brennt nach der vierten Pleite in Serie der Baum.
„Dann geht es mit Markus weiter“Trotz Krise: Kastenmeier stärkt Anfang den Rücken

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Markus Anfang steht in der Kritik, Florian Kastenmeier steht weiter zum Trainer.

Für Fortuna Düsseldorf gab es am Freitagabend (10. April 2024) gegen Holstein Kiel mit der 1:2-Pleite die vierte Niederlage in Folge. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang (51) schaffte es dabei nicht, sich im Keller-Krimi gegen einen direkten Konkurrenten Punkte zu sichern.
Dadurch droht der Mannschaft nun der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz – erstmals seit Dezember könnten die Rot-Weißen wieder komplett in den Keller rutschen. Kein Wunder also, dass Coach Anfang hinterfragt wird.
Florian Kastenmeier: „Das ist dann einfach scheiße“
Dem Fortuna-Trainer droht ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt schon wieder das Aus! Doch nach der Partie stärkte Kapitän Florian Kastenmeier (28) seinem Coach den Rücken. Die Diskussionen um Anfang spielen für den Keeper keine Rolle: „Mir ist das eigentlich egal, weil es extern ist. Wir sind intern klar und müssen uns zusammen den Helm aufziehen und da irgendwie durchkommen.“
Am Mikrofon von „Sky“ führte der Torhüter weiter aus: „Man hat es heute ja wieder gesehen. Egal was man jetzt sagt, ob wir gut gespielt haben oder nicht, das glaubt ja eh wieder keiner. Das sind Dinge, die uns als Mannschaft interessieren und die wir untereinander ausmachen müssen. Dann geht es mit Markus auch weiter.“
Der Kapitän will den Negativtrend also zusammen mit seinem Trainer stoppen und sieht das Team in der Verantwortung. Auch weil Anfang nichts für die unheimliche Verletzungsmisere kann, die in Düsseldorf schon die gesamte Saison ein Thema ist. Gegen Kiel mussten schon wieder drei Profis verletzt vom Feld – Leistungsträger Florent Muslija (27) dürfte mit einer Knieverletzung lange ausfallen.
Trotzdem ist es vollkommen unklar, ob die Flingeraner den freien Fall mit Anfang noch aufhalten können. In den letzten fünf Spielen braucht es eigentlich neue Impulse. Sportboss Sven Mislintat (53) wird die Situation deswegen mit allen Verantwortlichen analysieren, das kündigte der Sportvorstand nach der Partie an.
Kastenmeier zeigte sich durch die aktuelle Lage untröstlich: „Egal, was man sagt, es ist eh falsch. Letztendlich ist es die vierte Niederlage in Folge. Da gibt es nichts zu entschuldigen und da kann man auch nichts mehr schönreden. Das ist dann einfach scheiße.“
Den Frust der Anhängerinnen und Anhänger kann der Keeper verstehen: „Bei den Fans war es letzte Woche schon schlimm, diese Woche war es auch schlimm. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen, wir sind in der Bringschuld. Wir schaffen es einfach nicht, und dann ist jede Unmutsbekundung zurecht da. Das müssen wir akzeptieren und eng zusammenrücken.“
Eine andere Möglichkeit bleibt der Mannschaft auch nicht übrig. In den verbleibenden fünf Spielen müssen dringend Punkte her – besonders in den zwei kommenden Duellen gegen die Kellerkonkurrenz aus Magdeburg und Dresden. Ob Trainer Anfang dafür in Düsseldorf noch der richtige Mann ist, wird sich zeigen.
