Noel Futkeu wird in der Relegation zum entscheidenden Faktor – Essens Hüning tobt bei Sky: „Komplett lächerlich“.
In Köln einst rausgeschmissenEx-FC-Profi provoziert in Relegation – RWE-Spieler tobt

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Noel Futkeu (SpVgg Greuther Fürth) feiert nach seinem Tor zum 1:0.

Fürth-Stürmer Noel Futkeu hatte schon vor dem Relegations-Duell gegen Rot-Weiss Essen große Töne gespuckt – und diese dann im Rückspiel am Dienstagabend (26. Mai) mit seinem wichtigen Tor und dem erreichten Klassenerhalt untermauert.
Doch der Profi, der einst beim 1. FC Köln in Ungnade gefallen ist, sorgte letztlich auch für ein großes Theater!
Hüning ärgert sich über Futkeu – der erinnert ans Hinspiel
Mit seinen Gegenspielern hatte sich Futkeu bereits im Hinspiel harte Zweikämpfe geliefert. Doch nach Einschätzung von RWE-Verteidiger Ben Hüning ging Futkeu im Rückspiel nach seinem Treffer zum 1:0 in der 29. Minute eindeutig zu weit.
Der 21-Jährige ließ seinem Ärger später bei Sky freien Lauf: „Für mich komplett daneben, komplett lächerlich, das geht einfach nicht. Es ist einfach unsportlich.“ Gegenseitiger Respekt sei im Fußball „immer nötig und wichtig“, betonte der Essener.
Was war passiert? Futkeu soll nach seinem Führungstreffer beim 2:0 Hüning wohl etwas entgegengerufen haben. Anschließend war der Fürth-Profi an der Essener Bank entlanggelaufen, formte eine Hand provokant wie eine Pistole.
Futkeu selbst wollte den Streit nicht weiter befeuern. Der Angreifer, der im Sommer per Rückkaufoption zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt, sagte: „Ich gehe nicht auf ihn ein, möchte ich nicht. Wir haben gewonnen, Klassenerhalt, fertig.“
Doch Futkeu schob auch noch hinterher: „Er weiß genau, was er im Hinspiel gemacht hat. Die wissen genau, was sie im Hinspiel gemacht haben. Mehr brauche ich nicht sagen.“
Hitzige Schlussphase, Rudelbildung nach Abpfiff
Dass die Partie insgesamt hochemotional war, zeigte sich auch unmittelbar nach dem Schlusspfiff: Es kam zu einer Rudelbildung, unter anderem mit Essens Ruben Reisig. Der frühere Fürther Dickson Abiama (jetzt bei RWE) stieß dabei Fürths Paul Will, der zu Boden ging.
Sportlich hatte Fürth bereits nach der Pause durch Kapitän Branimir Hrgota (33) das entscheidende 2:0 (47.) markiert. Essen konnte keine Verlängerung erzwingen und lag am Boden.
Hüning erklärte sich nach dem Spiel „komplett leer“. Keeper Jakob Golz sagte: „Es tut unfassbar weh.“ Trainer Uwe Koschinat (54) versuchte dennoch, Stolz zu vermitteln: „RWE hat Eindruck in Deutschland hinterlassen. Das bleibt irgendwann, wenn der Schmerz vorbei ist.“
Den Ausgang des Rückspiels hatte der umtriebige Futkeu schon vor dem entscheidenden Heimspiel großmütig angesagt. „Wir spielen zu Hause. Wir haben oft gezeigt, dass wir da gute Spiele abliefern können. Wir werden das Ding zu Hause ziehen“, hatte der gebürtige Essener gesagt.
Der Zweitliga-Torschützenkönig (19 Tore) kann sich vor der Rückkehr per Rückkaufoption zu Eintracht Frankfurt als Held verabschieden.
Noel Futkeu scheiterte einst beim 1. FC Köln
Futkeu dürfte unterdessen sogar bei dem einen oder anderen Köln-Fan bekannt sein. Im Januar 2021 verpflichtete der FC den Stürmer von Rot-Weiss Essen – eingeplant für die zweite Mannschaft. In der Regionalliga West stand der damals 18-Jährige 17 Mal auf dem Platz, traf aber nur einmal.
Im Frühjahr 2022 folgte die Suspendierung. Nicht wegen der mageren Torausbeute: Der gebürtige Essener hatte sich nach Klubangaben ein Vergehen außerhalb des Platzes geleistet, das dem FC keine andere Wahl ließ. Details nannte der FC damals nicht.
Im Sommer darauf zog Futkeu zu Schwarz-Weiß Essen in die Oberliga Niederrhein weiter – und traf dort nach Belieben. 2023 folgte der nächste Schritt: die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt, wo der Angreifer auch einen DFB-Pokal-Einsatz für die Profis verbuchen konnte. Ein Jahr später ging es weiter zu Greuther Fürth. Doch auch dieses Kapitel endet jetzt. Futkeu dürfte sich nach seiner Klasse-Saison in der 2. Liga zu Größerem berufen fühlen.
