Aufatmen bei Fortuna Keine Brüche bei Abwehrchef Hoffmann nach Kopf-Crash

Der Mannschaftsarzt von Fortuna Düsseldorf, Dr. Ulf Blecker, kümmert sich um den verletzten Andre Hoffmann.

Sofort zur Stelle: Mannschaftsarzt Ulf Blecker kümmert sich am 6. November 2021 um den verletzten Andre Hoffmann.

Zwei Tage nach dem folgenschweren Zusammenprall von Fortuna Düsseldorfs Abwehrchef Andre Hoffmann hat Fortuna Düsseldorf über die Folgen des Crashs mit Hannovers Sebastian Ernst berichtet.

Düsseldorf. Auch an den Tagen nach dem Unfall beherrscht natürlich vor allem ein Thema die Fortuna-Gemeinde: Andre Hoffmann (28). Wie geht es dem Abwehr-Chef nach dem heftigen Kopf-Crash im Spiel gegen Hannover am Samstag?

Fortuna gab am Montag (8. November 2021) erst am Abend Neuigkeiten zu den bisherigen Untersuchungen heraus. Es blieb lange beim Mitteilungsstand von Sonntag: „Hoffis Zustand ist stabil, er bleibt aber für weitere Untersuchungen in den nächsten Tagen vorerst in der Klinik.“

Am Montagabend dann die Diagnose: Ein Trauma der Halswirbelsäule und eine Gehirnerschütterung wurden als Folgen des Zusammenpralls festgestellt, die befürchteten Brüche zog sich der Abwehr-Recke glücklicherweise nicht zu.

Andre Hoffmann ist stabil und bleibt in der Klinik

Dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigt hatten, teilte Fortuna Düsseldorf bereits am Samstag mit. Heißt: Es gibt keine Lähmungserscheinungen, „Hoffi“ kann alle Gliedmaßen bewegen. EXPRESS.de hatte am Wochenende Kontakt zum Defensivspieler. Hoffmann zeigte sich in einer Nachricht positiv gestimmt und kämpferisch.

Andre ist umgefallen wie ein Baum, konnte sofort den Kopf keinen Zentimeter mehr bewegen
Ulf Blecker, F95-Mannschaftsarzt

Der gebürtige Essener war beim Spiel gegen Hannover in der 11. Spielminute mit Sebastian Ernst zusammengerasselt. Die Fernsehbilder zeigten, dass Ernst völlig unabsichtlich mit der Stirn die Seite des Kopfes von Hoffmann traf. „Andre ist umgefallen wie ein Baum, konnte sofort den Kopf keinen Zentimeter mehr bewegen und den Kiefer nicht öffnen“, erzählt Mannschaftsarzt Ulf Blecker.

Mit Halskrause auf Vakuum-Matratze abtransportiert

Das medizinische Personal kümmerte sich sofort um „Hoffi“, er wurde mit Halskrause und auf einer Vakuum-Matratze abtransportiert. Erste Untersuchungen im Uni-Klinikum ergaben zum Glück, dass keine Not-OP nötig wurde.

Für Hoffmann ist der Kopf-Crash und seine Folgen die nächste Episode in einer langen Krankenakte. 2014, noch in Diensten von Hannover 96, riss er sich das Kreuzband. Nach mehreren Prellungen und Muskelverletzungen erwischte es ihn dann 2018 beim Fortuna-Spiel in Duisburg: Hodenriss. „Gerade für einen Mann in meinem Alter ist das gefährlich. Ich war zum Glück in guten Händen“, sagte Hoffmann damals.

In diesem Jahr ist der Kopf-Crash bereits der dritte Rückschlag für ihn. Erst fiel er mit einem hartnäckigen Knochenödem aus, dann fing er sich Corona ein – was intern und extern zu Diskussionen führte, da er bisher nicht geimpft ist.

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