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„Verstehe ich bis heute nicht“Brutale Alters-Abfuhr: Heintz rechnet mit Ex-Klub ab

Dominique Heintz läuft über den Platz und trägt einen Kopfhörer im Ohr.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Dominique Heintz am Rande des Testspiels von Fortuna Düsseldorf gegen den SC St. Tönis. 

Nach seiner Zeit beim 1. FC Köln beginnt Innenverteidiger Dominique Heintz nun ein neues Kapitel bei Fortuna Düsseldorf. Doch ursprünglich hatte der 32-Jährige eigentlich einen anderen Plan. 

Nach insgesamt sechs Jahren mit Unterbrechung und 161 Partien war in diesem Sommer Schluss für Dominique Heintz (32) beim 1. FC Köln. Sein Vertrag bei den Geißböcken lief nach der vergangenen Spielzeit aus und wurde nicht mehr verlängert.

Vor heimischer Kulisse gab es am vorletzten Spieltag nach dem Spiel gegen Heidenheim (1:3) sowohl für ihn als auch für Florian Kainz (33), der seine Karriere beendet hat, einen gebührenden Abschied. Im Anschluss ging es für den 32-Jährigen auf Vereinssuche, woraufhin Mitte Juni der Wechsel zu Drittliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf folgte. 

Heintz über Lautern-Absage: „Haben zu mir gesagt, ich bin zu alt“

Doch ursprünglich hatte Heintz einen anderen Plan. Der gebürtige Neustädter wollte eigentlich zu seinem Jugendklub 1. FC Kaiserslautern zurückkehren. Von den Roten Teufeln kassierte er jedoch eine unschöne Absage, wie Heintz in einem Interview mit „MagentaSport“ jetzt offenbart. 

„Ja, der FCK hat zu mir gesagt, ich bin zu alt. Diese Entscheidung musste ich dann akzeptieren, auch wenn ich sie nicht verstehen kann. Bis heute. Natürlich weiß jeder, dass ich das gern gemacht hätte. Das war auch immer mein Ziel und dazu stehe ich auch. Aber natürlich, wenn der Verein das nicht möchte oder der Thomas (Hengen, Geschäftsführer Sport, Anm. d. Red.) und der Marcel (Klos, Sportdirektor, Anm. d. Red.) das nicht möchten, dann muss man das in dem Geschäft akzeptieren. So ist das leider“, so der Ex-Kölner.

Für ihn sei sein Alter jedoch kein Argument, sondern eher die Qualität eines Spielers. „Aber das muss man akzeptieren. Ich freue mich, dass ich jetzt hier bei der Fortuna bin, dass ich hier meine Erfahrung reinbringen kann, dass ich wertgeschätzt werde, dass die Leute auf meine Stärken vertrauen. Und das ist immer wichtiger als Spieler, dass du Menschen um dich herumhast, die wissen, was du kannst. Und damit kann man dann auch gut loslegen“, betont Heintz. 

Für die Fortuna geht es bereits am 7. August (19 Uhr) in der 3. Liga los. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende (46) trifft zum Auftakt auf den SV Waldhof Mannheim. Im Anschluss empfangen die Düsseldorfer die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim (15. August, 14 Uhr), woraufhin am 23. August (18 Uhr) der Pokal-Auftakt beim SC Freiburg ansteht. 

Auch wenn Heintz nun seinen vollen Fokus auf die Fortuna legt, hängt ihm die Absage seines Jugendklubs noch nach: „Ja, natürlich tut es weh. Die Leute denken ja immer, du redest und redest nur. Aber klar, wenn der Verein das zum Schluss nicht möchte, dann sind natürlich auch mir als Spieler die Hände gebunden. Das wäre, glaube ich, jetzt der perfekte Zeitpunkt gewesen.“

Zunächst habe es mit den Verantwortlichen auch gute Gespräche gegeben, doch auf diese Art und Weise dann eine Abfuhr zu kassieren, habe Heintz enttäuscht. „Ich glaube, da gibt es schönere Sachen, wie man das machen kann. Ich war immer offen und kommunikativ. Ich habe immer meinen offenen Traum gesagt. Ich habe gute Nachrichten bekommen. Viele konnten es nicht verstehen. Die schlagen immer noch die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man einen Spieler wie mich für den FCK hätte bekommen können: Ablösefrei, im besten Alter, mit einer guten Erfahrung fürs Team. Man muss es akzeptieren. So ist das Fußballgeschäft. Es funktioniert nicht immer alles, wie man es sich vorstellt. Und jetzt freue ich mich, dass es endlich bei Fortuna losgeht“, führt der Defensivmann aus. 

Heintz wechselte 2001 zu Kaiserslautern und durchlief dort etliche Jugendabteilungen. 2011 feierte er am letzten Spieltag der Saison 2011/12 sein Profi-Debüt, als der FCK mit 1:2 im Auswärtsspiel bei Hannover 96 verlor. Drei Jahre später schloss er sich dann dem 1. FC Köln an. 

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