Er war doch schon gesperrt Ordner auf St. Pauli will Profi mit Hütchen abführen: Kollegen schreiten ein

Der SV Darmstadt 98 feiert den Sieg im Millerntor-Stadion.

Die Mannschaft des SV Darmstadt 98 feiert den Sieg am 23. April 2022 über den FC St. Pauli. Rechts Braydon Manu im blauen Trikot mit Hut.

Lustige Szene in der 2. Liga: Beim Sieg der Darmstädter beim FC St. Pauli wollten Ordner einen Profi der Lilien abführen.

Die Lilien kann man nicht so einfach abschütteln. „Wir nerven weiter!“ twitterte der SV Darmstadt 98 nach seinem 2:1-Sieg beim FC St. Pauli am Samstag (23. April 2022).

In der 2. Liga ist Darmstadt auf dem dritten Rang, mitten im Aufstiegsrennen, nur drei Punkte hinter Werder Bremen und zwei Zähler hinter Schalke 04.

Sinnbildlich für die Darmstädter Hartnäckigkeit und deren Teamgeist stand am Millerntor auch Braydon Manu (25, Ghana). Der war nicht im Kader aufgrund einer Gelbsperre, doch plötzlich stand er in der Jubeltraube der Spieler auf dem Platz mittendrin. Und das sorgte für Verwirrung bei den Ordnern. Zu sehen ist die Szene hier im Video:

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Manu hatte sich, im blauen Trikot mit der 33 (die Spieler waren an diesem Tag in weiß aktiv) mit schwarzer Umhängetasche und olivgrünem Hütchen, von der Haupttribüne des Stadions in den Innenraum geschmuggelt. Als er über eine Werbebande sprang, war er plötzlich in der Darmstädter Jubeltraube.

Da schlugen plötzlich die Ordner Alarm, schritten ein. Kein Wunder: Manu sah ja wirklich nicht wie ein Spieler, sondern eher wie ein klassischer Flitzer oder ein übermütiger Fan. Ein Ordner wollte den 25-jährigen Rechtsaußen schnappen und aus dem Innenraum entfernen. Doch da schritten die Kollegen ein.

Manu selber sagte zum Ordner, der auch noch ein ähnliches Hütchen wie er auf dem Kopf trug: „Ich gehöre dazu.“ So recht glauben wollte es der Mann nicht. Da rief Darmstadt-Torwart Marcel Schuhen: „Das ist ein Spieler von uns! Der sieht zwar nicht so aus…“

Der Ordner zog ab und Manu konnte mit den Lilien weiter tanzen und den Sieg beim FC St. Pauli feiern.

2. Liga: Darmstadt bleibt im Aufstiegsrennen oben dabei

Trainer Torsten Lieberknecht (48) konnte nach seiner Gelbsperre auch nicht auf der Bank sitzen. Aber auch er feierte nach dem Sieg mit der Mannschaft auf dem Platz. Lieberknecht wurde aber nicht für einen Flitzer gehalten. Beim Blick auf sein Team und seinen Spieler Manu trifft sein Statement den Punkt: „Wir lassen uns nicht abschütteln.

Am Samstag, 30. April, 20.30 Uhr, geht es für seine Mannschaft gegen Kellerkind Erzgebirge Aue. In der Tabelle schlossen die Lilien mit 54 Punkten zu Bremen (57) und Schalke (56) auf. St. Pauli (53) ist nach dem vierten sieglosen Spiel nur noch Vierter.

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