Final-Krimi in England 22 Elfmeter! Klopp bejubelt Pokal-Coup: Drama um Chelseas Joker-Keeper

Liverpools Mohamed Salah am Ball gegen den FC Chelsea.

Liverpools Mohamed Salah entwischt in dieser Szene am Sonntag (27. Februar 202) den Chelsea-Spielern Marcos Alonso, Antonio Rüdiger und Mateo Kovacic (v.l.).

Endspiel-Drama beim Ligapokal-Finale zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea in London: Am Ende triumphierte Jürgen Klopp nach einem echten Elfer-Krimi. Kepa wurde zum tragischen Helden.

Was für ein dramatisches Finale im englischen Ligapokal zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea im Londoner Wembley-Stadium am Sonntag (27. Februar 2022). Das Duell der deutschen Trainer Thomas Tuchel (48) und Jürgen Klopp (54) war nach 90 torlosen Minuten noch nicht rum...

Sondern: Es kam zum Elfer-Krimi! Da auch in der Verlängerung keine Treffer gefallen waren, ging es in den Shoot-out. Dort wurde dann der extra für das Elfmeterschießen eingewechselte Chelsea-Schlussmann Kepa (27) zum tragischen Helden. Nachdem 21 Schützen am Stück getroffen hatten, scheiterte er mit dem 22. Versuch – und machte Klopp zum Pokal-Champion.

Ligapokal in England: Tränen bei Ex-Bayern-Star Thiago

Kurz vor dem Anpfiff hatte Jürgen Klopp sein Team noch umbauen müssen: Beim Aufwärmen verletzte sich der ehemalige Bayern-Spieler Thiago (30) – und weinte bittere Tränen der Enttäuschung. Er war erst Anfang Februar nach langer Verletzungspause in den Kader des FC Liverpool zurückgekehrt. Thiago musste von Teamkollege und Reds-Keeper Alisson (29) getröstet werden. Für Thiago rückte der Ex-Leipziger Naby Keita (27) in die Startelf.

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Thiago sah dann ein Spiel, bei dem etliche Chancen vergeigt wurden. Was für ein Finale! Die Spieler scheiterten reihenweise und teilweise frei vor dem Tor des Gegners. In der 67. Minute dann das erste Tor – doch es wurde nicht gegeben. Liverpools Trent Alexander-Arnold (23) brachte einen Freistoß auf Sadio Mané (29), der frei stehend aufs lange Eck verlängerte. Dort köpfte der Ex-Schalker Joel Matip (30)die Kugel ins Tor. Doch der Schiedsrichter entschied nach langem Videostudium auf Abseits.Damit weiter 0:0.

Elfer-Krimi im englischen Ligapokal-Finale

In der 78. Minute traf dann Chelseas Kai Havertz (22) traf per Kopf, aber erneut zählt der Treffer nicht. Timo Werner (25) stand bei seiner Vorlage im Abseits. Ein Treffer fiel in der regulären Spielzeit nicht, es ging in die Verlängerung. Dort ging das Drama weiter: Auch Romelu Lukakus (28) Treffer für Chelsea in der achten Minute der Verlängerung wurde wegen Abseits nicht gegeben. Später jubelte erneut Chelsea: Aber auch Havertz stand erneut im Abseits. Ein Festival der zurückgepfiffenen Tore!

Es ging ins Elfmeterschießen! Tuchel wechselte zuvor noch den Keeper: Kepa kam für Édouard Mendy (29) in die Partie. Liverpool begann: Routinier James Milner (36) versenkte links unten, aber Marcos Alonso (31) behielt für Chelsea ebenfalls die Nerven. Fabinho (28) brachte Klopps Team dann wieder in Front, der Brasilianer lupfte frech in die Mitte. Dann lief Lukaku an – und versenkte ebenfalls. 2:2. Dann Virgil van Dijk (30) furios zum 3:2 für Liverpool, doch auch Havertz blieb eiskalt. Wer zeigte zuerst Nerven? Alexander-Arnold nicht, auch er verwandelte für die Reds. Wie auch Reece James (22) für Chelsea – 4:4. Mohamed Salah (29) dann ebenfalls souverän zum 5:4. Jorginho (30) hielt dem Druck aber Stand – 5:5.

Es kam Diogo Jota (25) – und versenkte in die Mitte zum 6:5. Doch auch Antonio Rüdiger (28) zog für Chelsea nach. Weiter ging das muntere Spiel: Divock Origi (26) traf für Liverpool, N’Golo Kanté (30) versenkte dann den 14. Elfmeter des Shoot-outs zum 7:7. Weiter ging's: Andrew Robertson (27) zum 8:7. Werner trat an – und traf mit etwas Glück. Liverpool-Youngster Harvey Elliott (18) traf mit dem 17. Elfer zum 9:8. Abwehrrecke Thiago Silva (37) kümmerte es nicht – 9:9! Ex-RB-Profi Ibrahima Konaté (22) traf für Liverpool, Trevoh Chalobah (22) für Chelsea.

Nun mussten die Keeper ran! Liverpools Pokal-Keeper Caoimhin Kelleher (23) verwandelte – und Kepa drosch die Kugel in den Nachthimmel! Damit kannte der Jubel bei Klopps Team keine Grenzen mehr. (ubo/kos)

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