+++ Eskalation im Nahen Osten +++ Armeesprecher bestätigt Angriff des Iran hat begonnen – Dutzende Drohnen Richtung Israel gestartet

+++ Eskalation im Nahen Osten +++ Armeesprecher bestätigt Angriff des Iran hat begonnen – Dutzende Drohnen Richtung Israel gestartet

Mega-Ärger drohtFifa-Zoff mit Top-Klubs: Boykottieren Bayern und Co. neuen Wettbewerb?

Fifa-Präsident Gianni Infantino spricht auf einer Pressekonferenz.

Gianni Infantino, hier am 16. Dezember 2022 bei einer Pressekonferenz, befindet sich im Zwist mit den europäischen Top-Klubs.

Wie geht es im Streit zwischen Europas Klubs und der Fifa weiter? An der neuen Klub-WM entzündet sich der Konflikt, in dem aktuell noch keine Lösung in Sicht ist.

Die Fifa um Präsident Gianni Infantino (52) ist nicht nur bei vielen Fans seit Jahren umstritten, auch zahlreiche Vereine blicken kritisch auf diverse Vorhaben und Entscheidungen des Fußball-Weltverbandes. Doch so akut wie derzeit waren die Spannungen lange nicht.

Besonders die europäische Klub-Vereinigung ECA geht auf Konfrontationskurs zur Fifa, ein neuer Kooperationsvertrag ist noch immer nicht unterschrieben. Das könnte bei den kommenden Länderspielen im März zu massiven Problemen und langfristig sogar zu einem Boykott führen.

Klub-WM sorgt für Zoff zwischen Vereinen und Fifa

Auslöser war die Ankündigung der Fifa, die in Europa ohnehin nicht allzu beliebte Klub-WM mit den Spitzenteams aus allen Kontinenten von bisher sieben auf 32 Teams aufzublähen. Laut „Sport Bild“ drohen die Klubs aus Europa der Fifa als Reaktion jetzt sogar damit, die Abstellung ihrer Spieler für die ersten Länderspiele des Jahres 2032 außerhalb Europas zu verweigern.

Alles zum Thema Oliver Kahn

„Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Fifa eine Klub-WM mit 32 Mannschaften verkündet, ohne vorher die notwendige Klärung mit den Klubs im Rahmen der ECA herbeigeführt zu haben“, hatte Bayern-Boss Oliver Kahn (53) zuletzt der „Bild“ gesagt.

Der gemeinsame Vertrag, „der die Zusammenarbeit und auch die Abstellgebühren für Nationalspieler an die Klubs bei der WM regelt, ist 2022 ausgelaufen“, betonte Kahn: „Solange es hier keine Einigung gibt, kann es auch keine Klub-WM mit ECA-Mitgliedern geben. Da sind wir uns in der ECA im Grundsatz einig.“ Heißt: Stand jetzt müsste das Mega-Projekt der Fifa ohne die ganz großen Namen aus der Champions League steigen. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Gelegenheit für die Abstimmung über einen neuen Kontrakt hätte es im Dezember 2022 gegeben, als die Fußball-Welt und auch die Führung der ECA in Katar zusammengekommen war. Doch Infantino tauchte gar nicht erst auf, schwänzte trotz Einladung die Vorstandssitzung und verpasste damit die Chance, offene Fragen zu klären.

Gianni Infantino: Neue Klub-WM im Alleingang beschlossen?

Infantino hatte stattdessen während der Endrunde verkündet, dass die Klub-Weltmeisterschaft ab dem Jahr 2025 mit 32 Mannschaften ausgespielt wird.

Wie bei den meisten seiner jüngsten Entscheidungen will der in Europa höchst umstrittene Schweizer das Vertrauen anderer Konföderationen in seine Arbeit ausbauen. Quantitativ steht die Mehrheit der Fußball-Welt noch immer hinter Infantino, etwa durch breite Zustimmung in Asien, Afrika und Südamerika.

Über Austragungsort und weitere Details der neuen Klub-WM sei allerdings „noch nicht gesprochen“ worden. Die kommende Klub-WM wird derzeit noch im alten Format mit sieben Teams vom 1. bis 11. Februar 2023 in Marokko ausgespielt, gehört unter anderem bei Klubs aus Übersee zu den großen Jahres-Highlights. Aus Europa nimmt CL-Sieger Real Madrid teil.


Die Teilnehmer der Klub-WM 2023 im Überblick:

  • Real Madrid (Europa)
  • Al-Hilal (Asien)
  • Seattle Sounders (Nordamerika)
  • Flamengo Rio de Janeiro (Südmerika)
  • Al Ahly SC (Afrika)
  • Auckland City FC (Ozeanien)
  • Wydad Casablanca (Afrika, als Gastgeber-Team qualifiziert)

Ob es wegen der Streitigkeiten über das Turnier tatsächlich zum Länderspiel-Boykott kommt, ist allerdings fraglich. Weil mögliche Strafen drohen, sollen die Verantwortlichen der Bundesliga-Klubs skeptisch über das drastische Vorgehen denken.

In den kommenden Wochen sollen daher nach dem Wunsch aller Beteiligten mit dem neuen Vertrag die bestehenden Unklarheiten ausgeräumt werden. (bc/sid)