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Ginter kämpft um WM-TraumFreiburgs Abwehrchef will sich für die WM empfehlen

Matthias Ginter

Copyright: Harry Langer/dpa

Organisator und Stabilisator: Matthias Ginter gibt die Richtung vor. (Archivbild)

Matthias Ginter, der Abwehr-Boss von Freiburg, ist in der Form seines Lebens.

Die größte Europa-Nacht in der Geschichte des SC Freiburg wird für Matthias Ginter (32) zur ganz persönlichen Show. Seit Wochen zeigt sich der Abwehr-Anführer in Top-Verfassung. Im Rückspiel des Europa-League-Viertelfinals am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL) bei Celta Vigo will er weiter Werbung in eigener Sache für die Weltmeisterschaft machen.

Unterstützung bekommt er von prominenten Namen. So bezeichnete Lothar Matthäus, der als Rekordnationalspieler und RTL-Experte fungiert, Ginters Auftritt beim 3:0-Erfolg im ersten Duell als „überragend“, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Sein Teamkollege, SC-Stürmer Igor Matanovic, würde ihn für die Weltmeisterschaft „definitiv“ mitnehmen.

Weltmeister, aber ohne gespielt zu haben

Der Abwehrspieler selbst klammert sich noch an den Traum von seiner vierten WM. Im Jahr 2014 holte Ginter in Brasilien den Titel, stand jedoch keine Sekunde auf dem Platz. Vier Jahre später, 2018, blieb ihm ebenfalls nur die Zuschauerrolle von der Bank aus.

Der bittere Moment folgte beim Turnier 2022 in Katar: Gegen Costa Rica wurde er erst in der letzten Minute eingewechselt, als das Scheitern in der Vorrunde bereits feststand. Dennoch bleibt es für Ginter das „Allergrößte“, für die deutsche Nationalelf aufzulaufen – seine Motivation ist entsprechend gewaltig.

In der laufenden Spielzeit liefert er konstant starke Leistungen ab – im Hinspiel gelang ihm sogar ein Tor. Mit einem 3:0-Polster könnte die Ausgangsposition für das zweite Aufeinandertreffen kaum besser sein. Aber Ginter mahnt zur Vorsicht: „Jedes Spiel birgt neue Chancen und Risiken.“

Lob von Kollege Grifo: „Einfach überragend“

Für den SC Freiburg ist es das erste Viertelfinale in einem europäischen Wettbewerb überhaupt. Für Ginter nicht. Dank seiner Routine aus zahlreichen Saisons bei Borussia Dortmund ist er der Anführer für die international noch recht grüne Mannschaft.

„Er ist ein hervorragender Spieler, der wirklich vorangeht“, lobte sein Mitspieler Vincenzo Grifo. „Er gibt uns unglaubliche Stabilität. Ich weiß nicht, wie viele Zweikämpfe er überhaupt verloren hat, aber er war einfach überragend.“ Der Nationaltrainer habe nun die Aufgabe zu entscheiden, „was er damit macht.“

Was für ein Kämpferherz Ginter besitzt, bewies er am Sonntag im Bundesliga-Match in Mainz. Obwohl seine Nase beinahe während des kompletten Spiels blutete, ließ er sich nicht beirren und legte sogar den Siegtreffer auf. Das ist eine Einstellung, von der auch die DFB-Elf profitieren könnte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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