Trotz Tor-Festival: DFB-Star Sané sorgt für neuen Frust
Erstes Spiel, altes ProblemTrotz 7:1-Sieg: Sané lässt Chancen liegen und sorgt für Debatten

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Leroy Sané wartet weiter auf sein erstes Tor bei einem großen Turnier.
Sané-Frust trotz Tor-Festival: DFB-Star schon wieder in der Kritik. Houston – Auftakt nach Maß, aber die alte Leier! Nach dem furiosen 7:1-Sieg über Curaçao entfacht Leroy Sané sofort wieder die gewohnten Turnier-Diskussionen. Dem 30-Jährigen glückte beim WM-Start des DFB-Teams in Houston kein persönlicher Erfolg gegen den klaren Underdog. Er vergab zwei riesige Möglichkeiten.
Julian Nagelsmann stellte sich zwar deutlich schützend vor den flinken Angreifer, doch es werden umgehend Forderungen laut, Sané für das kommende Match am Samstag in Toronto gegen die Elfenbeinküste auf die Bank zu setzen. Der Nationaltrainer deutete jedoch keinerlei personelle Veränderungen auf der rechten Offensivseite an.
«Bei Leroy ist erstmal die Bewertungsgrundlage, wie viel investiert er im Spiel. Er hat sehr viel investiert, er war fleißig in allen Umschaltsituationen. Er war viel dabei, offensiv wie defensiv», so das Lob von Nagelsmann für den Spieler von Galatasaray Istanbul.
Sané fehlt der Rückhalt bei den Fans
Tatsache ist: Sané zeigte erneut Phasen, in denen seine Spielweise seltsam schwerfällig erscheint. Sein Ansehen bei den Zuschauern ist nach zahlreichen Enttäuschungen verschwindend gering. «Er ist viel gerannt, war sehr viel unterwegs», hielt Nagelsmann dagegen. Fest steht ebenfalls: Wären Serge Gnabry und Lennart Karl nicht verletzt, hätte Sané bei der Weltmeisterschaft keinen Platz in der Anfangsformation sicher. Das Fehlen des Duos aus München ist in Amerika deutlich spürbar.
Sané persönlich zeigte sich unbeeindruckt. «Ich mache mir da keinen Stress. Wir haben viele Tore geschossen, darum ging es. Für mich geht es an erster Stelle darum, dass wir gewinnen. Ich hoffe, dass das erste Tor bald kommt», äußerte er sich.
Schock-Bilanz: Kein einziges Tor bei großen Turnieren
Seine Bilanz bei Endrunden ist jedoch ernüchternd. Seit der Europameisterschaft 2016, wo er als Nachwuchsstürmer noch als große Hoffnung galt, vermochte Sané bei den EM-Endrunden 2021 und 2024 nicht zu glänzen. Eine Verletzung stoppte ihn während der Weltmeisterschaft 2022, und für das Turnier 2018 hatte ihn der damalige Nationaltrainer Joachim Löw im Vorfeld aus dem Aufgebot gestrichen. Die Statistik ist krass: In 13 Einsätzen bei großen Wettbewerben schoss er kein einziges Tor. In seinen 77 Länderspielen insgesamt war er 17 Mal erfolgreich.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann hält zu Leroy Sané.
Nach der Partie gegen Curaçao bemerkte Nagelsmann zu einer der Top-Möglichkeiten von Sané: «Er hat bei dem Abschluss ein bisschen Pech, aber der war auch nicht so einfach.» Als Ersatz für Sané stünden bei der WM Jamie Leweling, Maximilian Beier oder Assan Ouedraogo für einen direkten Tausch bereit. Eine andere Möglichkeit wäre eine Umstellung mit Deniz Undav in der Sturmspitze, wodurch Kai Havertz auf den Flügel wechseln würde. Bislang erkennt Nagelsmann aber keine Notwendigkeit dafür. (dpa/red)
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