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Wechsel trotz „Basta“ Bayern-Boss Kahn erklärt Gründe für Lewandowski-Abgang

Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, schaut am Wettersteinplatz in die Kamera.

Bayern-Boss Oliver Kahn hat die Hintergründe des Lewandowski-Deals erklärt. Das Foto zeigt ihn am 14. Februar 2022.

Nach den langen Verhandlungen zwischen dem FC Barcelona, dem FC Bayern München und Robert Lewandowski ist eine Einigung über einen Wechsel erzielt. Jetzt äußert sich der Vorstandvorsitzende Oliver Kahn.

Gezogen wie ein Kaugummi hat sich die Transfer-Posse um Robert Lewandowski (33). Bereits früh war klar: Der Pole will nur zum FC Barcelona. Nun ist eine mündliche Einigung erzielt und der Abschluss des Transfers reine Formsache.

Grund für die langen Verhandlungen war unter anderem das „Basta“ des Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München, Oliver Kahn (53). Mit seiner Klartext-Ansage hatte der Klub-Boss einem Wechsel eigentlich den Riegel vorgeschoben. Es folgte die Rolle rückwärts. Am Samstag (16. Juli 2022) äußerte sich Kahn nun zu seinen Aussagen und zum Lewandowski-Abgang.

Kahn erklärt „Basta“: „Lage hat sich grundlegend geändert“

45 Millionen Euro Ablöse plus etwaige Bonuszahlung von bis zu fünf Millionen Euro – so viel musste der FC Barcelona schlussendlich bieten, um Robert Lewandowski von der Säbener Straße loszueisen. Vor allem Oliver Kahn stellte sich lange gegen einen Transfer quer.

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Im Gespräch mit der „Bild“ erklärte der Vorstandsvorsitzende: „Mit „Basta“ beendet man eine Diskussion. Und genau das wollte ich zum damaligen Zeitpunkt, denn wir hatten vor zwei Monaten weder ein Angebot für Robert noch Alternativen in Aussicht. Seitdem hat sich die Lage grundlegend geändert. Der FC Barcelona hat am Ende eine Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist.“

Außerdem betonte Kahn, „haben wir zuletzt sehr erfolgreich auf dem Transfermarkt agiert und in Sadio Mané einen absoluten Weltklassespieler für die Offensive verpflichtet. Daher haben wir uns nun mit dem FC Barcelona geeinigt. Bisher allerdings nur mündlich, das Vertragswerk steht noch aus.“

Auch rückwirkend würde er sein Vorgehen nicht als Fehler bezeichnen: „Zum damaligen Zeitpunkt war das aus meiner Sicht absolut richtig und notwendig. Meine Aufgabe ist einzig und allein, immer das Beste für den FC Bayern zu erreichen. Wir als FC Bayern können mit dieser Entwicklung sehr gut leben.“

Kahn trotz Lewa-Abgang optimistisch: „Offensive ist herausragend besetzt“

Durch den Abgang von Robert Lewandowski ist dem FC Bayern München zweifelsohne der Star-Spieler der jüngeren Vergangenheit verloren gegangen. Lewandowski verbrachte acht erfolgreiche Jahre in der bayrischen Landeshauptstadt und war mitverantwortlich für zahlreiche Titel, wie den Gewinn der Champions League 2020.

Angesprochen auf eine mögliche Lücke, die der aktuelle Weltfußballer im Kader hinterlassen könnte, antwortete Oliver Kahn gelassen: „Wir haben einen sehr guten Kader, mit dem alle Titel möglich sind. Wir haben uns mit Sadio Mané, Ryan Gravenberch oder Noussair Mazraoui bisher optimal verstärkt und die Ablöse für Robert Lewandowski verschafft uns weiteren Spielraum.“

In Bezug auf einen etwaigen Ersatz sagte Kahn: „Wir beobachten den Markt permanent, und wenn sich eine Gelegenheit ergeben sollte, werden wir da sein. Aber unsere Offensive ist herausragend besetzt und unser Trainer Julian Nagelsmann hat ein großes Repertoire, um unser Angriffsspiel auf höchstem Niveau zu halten.“

Generell sieht der Vorstandsvorsitzende den FC Bayern gut für die Zukunft aufgestellt: „Wir wissen sehr gut, was wir Robert alles zu verdanken haben, aber den FC Bayern haben auch früher schon große Spieler verlassen und auch danach ist die Bayern-Welt nicht auseinandergebrochen. Im Gegenteil, oftmals ging es noch erfolgreicher weiter.“

FC Bayern München: Was passiert mit den Lewandowski-Millionen?

Durch den anstehenden Wechsel von Robert Lewandowski dürfte sich einer der aufregendsten Transfersommer in München wohl allmählich dem Ende zuneigen. Fakt ist: Für einen 33-Jährigen eine Ablösesumme von bis zu 50 Millionen Euro zu kassieren, ist sicherlich außergewöhnlich.

Dennoch bleibt abzuwarten, ob Neuzugang Sadio Mané (30) die Lücke, die Lewandowski hinterlässt, alleine füllen kann. Ein weiterer Mega-Transfer des Kalibers Mané ist in der Offensive ziemlich unwahrscheinlich.

Deutlich wahrscheinlicher ist jedoch, dass Kahn und Hasan Salihamidžić die eingenommenen Millionen in Matthijs de Ligt (22) reinvestieren, um die Defensive weiter zu verstärken. Ob ein Deal wirklich zustande kommt, bleibt allerdings abzuwarten.

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