0:1 beim FC Villarreal FC Bayern in La Ceramica in Scherben: Bei Pleite in Spanien noch gut bedient

Leroy Sane (Bayern München) gegen Giovani Lo Celso (Villarreal)

Bayern Münchens Leroy Sané verliert mit den Teamkollegen am 6. April 2022 gegen den FC Villarreal

Der FC Bayern hat das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Villarreal verloren. Beim 0:1 war der deutsche Rekordmeister noch gut bedient.

Als klarer Favorit ging der FC Bayern München in das Champions League-Viertelfinale, doch schon in der ersten Halbzeit wurde deutlich, was für ein harter Brocken da auf die Münchner im Estadio de la Ceramica wartete. Den Stadionnamen haben sich Firmen aus der spanischen Keramik-Industrie gesichert, die Bayern mussten allerdings aufpassen, dass ihre Hoffnungen aufs Weiterkommen nicht früh in Scherben lagen.

„Die Niederlage war verdient. Unser Spiel war wild, das war nicht gut“, fasst Coach Julian Nagelsmann hinterher zusammen.

Die erste Halbzeit war nach der starken Leistung in Freiburg besorgniserregend: Robert Lewandowski vor der Pause mit den wenigsten Ballkontakten, kein Schuss der Münchner auf das gegnerische Tor – der deutsche Abonnement-Meister beim Nobody aus der 50.000-Einwohnerstadt nördlich von Valencia 45 Minuten lang komplett von der Rolle.

Villarreal mit Blitzstart gegen Bayern München

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Ganz anders die Spanier. Hellwach in den Zweikämpfen, kombinationssicher und immer mit dem Blick nach vorne. Gleich der erste Angriff führte zum 1:0: Eine herrliche Kombination über Lo Celso und Dani Parejo landete bei Arnaut Danjuma, der aus kurzer Distanz Manuel Neuer keine Chance ließ.

Und um ein Haar wäre noch das 2:0 gefallen. Francis Coquelin traf aus spitzem Winkel vom linken Strafraumrand über Manuel Neuer hinweg ins lange Eck. Doch bei Parejos Anspiel stand er Zentimeter im Abseits.

Sandro Wagner kritisiert die Stars des FC Bayern München

DAZN-Experte und Ex-Nationalspieler Sandro Wagner (34) traute seinen Augen nicht. „Joshua Kimmich hat im Hotel noch gesagt, ich soll ruhig ein bisschen kritischer werden, das mach ich gern. Da stimmt noch nicht viel. Gnabry & Co. laufen nicht an, auch die Innenverteidiger sind mir zu statisch.“

Nach der Pause waren die Bayern aktiver, Thomas Müller verpasste knapp (50.), doch die bessere Chance hatten wieder die Gastgeber: Gerard Moreno hatte Zeit sich den Ball zurechtzulegen, schoss abeinahe von der Mittellinie – und Manuel Neuer durfte sich beim Pfosten bedanken, der für ihn rettete (54.). Wenig später war Davies, der Moreno in letzter Sekunde stoppte. Wagner fasste nach einer Stunde zusammen: „Bayern kann froh sein, dass es nur 1:0 steht.“

Bayern München hat gute Chancen im Rückspiel

Als Pedraza dann auch noch völlig frei aus neun Metern verfehlte (86.), merkt wieder Wagner an, wie gut die Bayern bedient waren: „Ein 3:0 oder 4:1 wäre absolut verdient zu diesem Zeitpunkt.“ Es blieb aber beim 1:0 und damit der Gelegenheit, am nächsten Dienstag die Scherben wieder aufzukehren und das Ergebnis in München noch zu drehen.

„Wir nehmen das Ergebnis mit. Wenn es blöd läuft, kann das höher ausgehen. Wir wollten grundsätzlich, aber konnten nicht“, sagt Thomas Müller. „Wir haben verloren, den Schuh ziehen wir uns an. Das war in allen Belangen nicht das, was wir zeigen wollen. Wir haben jetzt ein Heimspiel, da wissen wir, was zu tun ist.“

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