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Musiala erklärt ProblemeWas steckt hinter „Absencen“ beim Bayern-Star?

Jamal Musiala hat seine wiederholten Zusammenbrüche mit Absencen erklärt. Aber was steckt aus medizinischer Sicht dahinter?

In zwei aufeinanderfolgenden Testspielen ist Bayern-Star Jamal Musiala (23) jeweils auf dem Rasen kollabiert. Nur drei Tage nach dem Kollaps gegen RB Leipzig (3:1) erlitt der Nationalspieler dasselbe Schicksal beim 4:2 gegen den 1. FC Heidenheim am Dienstag (18. August 2026).

Musiala wurde wieder minutenlang auf dem Platz umsorgt, musste dann kurz nach seiner Einwechslung schon wieder ausgewechselt werden. In die Kabine konnte er schon wieder auf eigenen Beinen gehen. Nur rund eine Stunde nach dem Spiel lieferte Musiala bei Instagram die Erklärung für die besorgniserregenden Vorfälle.

Musiala erklärt zweimaligen Kollaps mit Absencen

Musiala schrieb: „Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim.“

Anschließend ging er weiter ins Detail: „Ich weiß, dass diese auf den ersten Blick scary wirken – für mich sind sie aber aktuell Teil meines Alltags. Ich bin diesbezüglich in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch.“

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Absencen (auch „Absence seizures“ genannt) sind kurze Anfälle von Bewusstseinsverlust oder -trübung, die typischerweise nur wenige Sekunden dauern. Die Person unterbricht plötzlich, was sie gerade tut, starrt ins Leere und nimmt ihre Umgebung nicht wahr – dann geht es genauso schnell vorbei. Von außen wirkt es wie ein kurzer „Aussetzer“.

Musiala betonte, dass seine Absencen auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien. Das bedeutet, dass eine Funktionsstörung im Nervensystem die Ursache ist. Im Regelfall sind diese Absencen behandelbar und lassen sich beinahe vollständig unterdrücken. Auch deshalb zeigte sich Musiala im Hinblick auf eine Genesung optimistisch.

Bei Absencen entstehen abnormale, rhythmische elektrische Entladungen im Gehirn. Diese führen zu einer kurzen „Störung“ der Bewusstseinskontrolle. Der genaue Grund, warum diese Entladungen entstehen, ist oft nicht komplett geklärt – es kann genetisch sein oder durch andere neurologische Faktoren bedingt.

Sollte Musiala auf Medikamente bei der Behandlung angewiesen sein, hätte er die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung bei der nationalen Anti-Doping-Agentur zu beantragen. Einige der Medikamente stehen auf der Doping-Liste und können daher nicht ohne weiteres eingenommen werden. Wird ein Nachweis über die Notwendigkeit der Einnahme vorgelegt, könnte die Ausnahme bewilligt werden. (red)

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