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Viele Schalke-Fans sauerEnthüllungs-Buch: Fährmann geht Ex-Trainer an

Abschied von Ralf Fährmann bei Schalke 04.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Ralf Fährmann spielte lange für Schalke 04 und wurde 2025 offiziell verabschiedet.

Ralf Fährmann blickt auf seine Zeit bei Schalke 04 zurück und enthüllt dabei auch zahlreiche pikante Momente aus der Kabine. Das gefällt längst nicht allen Fans.

Jahrelang stand Ralf Fährmann (38) bei Schalke 04 nicht nur im Tor, sondern auch unter Maulwurf-Verdacht: Immer wieder warfen ihm Fans vor, mit Kabinen-Interna nicht allzu diskret umzugehen. Jetzt packt der Ex-Kapitän wirklich aus – mit einem Enthüllungs-Buch über seine Zeit bei S04!

„Schalke und ich – eine Liebesgeschichte“ heißt die Biografie, die am 15. Oktober 2026 erscheinen wird. Doch erneut sind längst alle Fans zufrieden. Denn auch wenn Fährmann die Handschuhe an den Nagel gehängt hat, legt er an einigen vorab veröffentlichten Stellen Gespräche und Vorfälle offen, die eigentlich intern bleiben sollten.

Fährmann ledert gegen Grammozis, Tedesco und Baum

Die „Bild“ veröffentlichte am Dienstag (29. September) die Auszüge aus dem Fährmann-Buch, in dem zahlreiche seiner ehemaligen Trainer nicht allzu gut wegkommen.

Eine Kabinen-Ansprache von Dimitrios Grammozis (48) gibt der Ex-Profi in seinem Buch wie folgt wieder: „Nach einem 1:2 in Düsseldorf polterte er einen Tag später in der Spielanalyse: ,Ihr wollt mich ficken? Ihr wollt meinen Staff ficken? Ihr könnt eure Insta-Bräute ficken, aber nicht mich.‘ Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die wohl bravste Mannschaft, in der ich gespielt hatte. Viele waren Familienväter. Das Team schwieg nach dieser Tirade betreten.“

Verschiedene Trainer hatten Fährmann bei Schalke zwischenzeitlich degradiert, darunter auch der ehemalige Erfolgs-Coach Domenico Tedesco (41). „Tedesco leierte eine Litanei angeblicher Fehler von mir herunter. Blablabla, Ball ins Aus gespielt. Blablabla, Flugball nicht genau genug. Blablabla“, erinnerte sich Fährmann an die damalige Besprechung und machte deutlich, dass er Tedescos Aussagen nicht allzu ernst nahm.

Für Manuel Baum (47), der bei Schalke schon nach elf Spielen wieder gehen musste, hatte Fährmann ebenfalls nicht allzu viel Respekt übrig: „Ich habe Manuel Baum als nett, aber auch ein bisschen oberlehrerhaft in Erinnerung. So betonte er mir gegenüber mal ernsthaft und ohne Augenzwinkern, dass er ja auch Torwart war. Ich musste mich mit meinen 1,97 Metern etwas runterbeugen, um ihn zu verstehen. Herr Baum ist ungefähr 1,70 Meter groß und etwas stämmig. Er hatte eine ungewöhnliche Statur für einen Torwart.“

Die bisher veröffentlichten Passagen, in denen Fährmann (289 Einsätze für Königsblau) ordentlich austeilt, es an Selbstkritik aber fehlen lässt, kamen entsprechend nicht überall gut an. „Er hat sich anscheinend immer über den Verein gestellt. Von meiner einstigen Bewunderung für Ralle ist nichts mehr übrig“, schrieb ein Fan bei X.

Ein anderer kritisierte: „Genau das, was ich befürchtet habe: Statt loszulassen, keilt er wie immer gegen den Verein. Er hat nie den Satz verstanden: ,Keiner steht über dem Verein.‘“ Die ersten Häppchen lösten bei manch einem aber auch Vorfreude aus: „Sorry aber ich will das Buch. Das ist die Bundesliga-Sprache der 80er und 90er. Das will ich. Echte Worte – keine PR‑Lappendudelei.“